Stendal ( ro ). Im Altmärkischen Museum ist gestern Abend eine Ausstellung über Zwangsarbeiter im Nationalsozialismus eröffnet worden. Das Gemeinschaftsprojekt der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung und der Stadt Stendal unter dem Titel " Eine Spur von mir ... " zeigt unter anderem Zeichnungen von Valerian Lopatto aus Sewastopol ( 1926-2008 ). Als 15-Jähriger aus der Sowjetunion ins Ruhrgebiet verschleppt, wo er in einer Schwefelfabrik und in einem Röhrenwerk schuften musste, verarbeitete der spätere Künstler seine Erlebnisse erst im hohen Alter in Form gezeichneter Erinnerungen. Ausgestellt werden auch Tagebuchauszüge und die Dokumentation " Gesichter der Zwangsarbeit ".

Zur Eröffnung waren gestern Abend unter anderem Vertreter der Gesellschaft Bochum-Donezk und des Stadtarchivs Hattingen nach Stendal gekommen, die das Material zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung zusammengestellt hatten.

Die Ausstellung ist bis zum 27. Juni im Altmärkischen Museum zu sehen. Für Schulklassen ist der Eintritt frei, Anmeldungen unter Telefon ( 0 39 31 ) 65 17 00.