Die Frauenunion im Landkreis Stendal ist noch relativ neu auf der politischen Bühne. Genau dort aber spielt sie in den zwei Jahren ihres Bestehens stetig größer werdende Rollen. Ihre Vorschläge werden auch auf Landesebene mittlerweile beachtet. Ein Verdienst auch der Frauen an der Spitze der " duften Truppe ". Während der Wahlversammlung am Dienstag wurde dieses Engagement mit dem erneuten Vertrauensbeweis der Mitglieder für Grit Dräger und ihren Vorstand belohnt.

Stendal. Die Mitglieder der ostaltmärkischen Frauenunion ( FU ) gaben die Führung ihres Kreisverbands am Dienst in bewährte Hände. Als Kreisvorsitzende wiedergewählt wurde Grit Dräger aus Garlipp. Stellvertretende Vorsitzende und als Mitglied im FU-Landesvorstand direkter Draht nach Magdeburg wurde wiederum Ursula Rensmann aus Havelberg. Zu Beisitzerinnen wurden Christina Rütten aus Wust, Jutta Schwarzer aus Rindtorf und Christine Jäger aus Darnewitz gewählt.

Sie werden die nächste Etappe auf einem Weg bestimmen, der 2008 begann. Im Kreisvorstand der CDU gab es damals drei Frauen, eine von ihnen Grit Dräger. Politisch aktive Frauen, von denen es im CDU-Kreisverband sicher mehrere gäbe, so man ihnen eine attraktive Basis geben würde. Aus dieser Überzeugung besagter drei Damen heraus schlug am 19. April 2008 die Geburtsstunde des Kreisverbands der Frauenunion. Dass aus der Handvoll Gründungsmitglieder inzwischen etwa 30 aktive FU-Mitglieder wurden, ist alles andere als Zufall. Die Themen, die der Kreisverband besetzt, sind es, die zum Mittun reizen. Für eine kinderund familienfreundliche Altmark, für mehr Frauenarbeitsplätze in einer stärkeren altmärkischen Wirtschaft und für ein solidarisches Miteinander in der Altmark macht sich der FUKreisverband stark.

So wundert es nicht, dass unter den neun organisierten Veranstaltungen ( sechs waren bei der Gründung des Kreisverbands für die erste, zweijährige Legislaturperiode anvisiert ) neben dem Plausch mit konservativen Kommunalpolitikern am Grill auch Betriebsbesichtigungen, ein Besuch im Stendaler Familienzentrum Färberhof und das Treffen mit Spitzenpolitikern der Landes-CDU wie Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz und Landwirtschaftsminister Hermann Otto Aeikens waren.

" Wir brauchen ihre Ideen auf Landesebene "

Die Arbeit einer " duften Truppe ", die aller Ehren wert sei, befand Eva Wybrands, Landesvorsitzende der Frauenunion und am Dienstagabend Gast der Stendaler FUKreiswahlversammlung. " Wir brauchen ihre Ideen und Anregungen auf Landesebene ", ermutigte sie die CDU-Frauen aus dem Norden Sachsen-Anhalts, sich auch weiterhin einzubringen. Das will der FUKreisverband Stendal tun. Im Blick haben die christdemokratischen Frauen dabei unter anderem die Kreispolitik. Die wird in der CDU-Kreistagsfraktion ausschließlich von Männern gemacht. Die Frauenunion will das ändern. Ebenso die Tatsache, dass es in ihren eigenen Reihen an jungen Damen fehlt. Beides, so war sich die Wahlversammlungsrunde am Dienstag einig, hat der FU-Kreisverband : Kompetente und junge Frauen, die es gelte, für die politische Arbeit zu interessieren.

Das nächste Etappenziel und einen gute Gelegenheit, eine Zwischenbilanz zu ziehen, wird der Landesdelegiertentag der Frauenunion Sachsen-Anhalt im Herbst sein. An ihm werden aus dem Stendaler Kreisverband neben Grit Dräger und Jutta Schwarzer die beiden Tangermünderinnen Hildegard Wynands und Christine Richau-Dümling teilnehmen.