Die beiden Hauptrouten des diesjährigen Elberadeltages führen in den Süden des Landkreises. Tangerhütte und Grieben erwarten die radelnden Gäste am Sonntag, 25. April, mit viel Kultur, attraktiven Ausflugszielen, guter Küche und vor allem herzlicher Gastfreundlichkeit im Tangerhütter Stadtpark und zu Füßen der Griebener Bockwindmühle.

Stendal. Etwas früher als in den vergangenen Jahren, bereits am 25. April, darf in die Pedale treten, wer beim diesjährigen Elberadeltag dabei sein möchte. " Es könnte also noch etwas kühl sein ", schaut Simone Tandeck, die Fachfrau des Landkreises Stendal in Sachen Radwege und so auch im achten Jahr des Elberadeltages dessen Cheforganisatorin, voraus. Was soll ‘ s. Der " Süden " ist bekanntlich die Region mit Schönwetter-Garantie.

Viel erleben und mit dem Zaunpfahl winken

Das Hoffen darauf war allerdings bei der Entscheidung für die beiden gen Süden führenden Hauptrouten der ersten großen Radtour 2010 ( die Elberadeltage der beiden Vorjahre zählten immerhin rund 800 Teilnehmer ) nur zweitrangig. Die südlich von Stendal gelegene jüngste Stadt der Altmark, Tangerhütte, und die Elbgemeinde Grieben sind die Zielorte der beiden in Stendal ( 9 Uhr ab Bahnhofsvorplatz ) und Tangermünde ( 9. 30 Uhr ab Markt ) startenden Haupttouren.

Die Tangerhütte-Tour bewegt sich entlang des Altmarkrundkurses und schlägt den Bogen nach Grieben. Die Grieben-Route führt den Elberadweg entlang und biegt dann westwärts nach Tangerhütte ab. " Vom Altmarkrundkurs zum Elberadweg ", lautet das Motto des Radeltages, das auch als Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Land gedacht ist, denn noch fehlt es an einer Verbindung zwischen beiden Radwegen. Es geht um ( mit Hilfe von Fördermitteln zu bauende ) acht Kilometer Radweg, die den Süden des Landkreises für Radtouristen attraktiver machen würden.

Wie attraktiv, davon können sich die Teilnehmer am Elberadeltag überzeugen. Cheforganisatorin Tandeck hat sich Grieben und Tangerhütte, beziehungsweise die Griebener Bürgermeisterin Rita Platte und den Tangerhütter Kulturhausmitarbeiter Sven Biermann ins Boot geholt, die wiederum dafür sorgen, dass die Radler am 25. April ihre Etappenziele hochmotiviert ansteuern können. In Grieben wird die originalgetreu wiederaufgebaute Bockwindmühle zu besichtigen sein und das dazugehörige Backhaus unter Dampf stehen. Zudem werden die Wirtin der Griebener Bauernschenke und die Gastwirtin aus Ferchland für die Stärkung der Gäste sorgen. Den kulturvollen Part auf einem der schönsten Plätze Griebens übernimmt der Bittkauer Künstler Benno Zöllner mit einer Ausstellung. Wer mag, kann per Fähre einen Abstecher ans Ferchländer Elbufer machen.

Im Tangerhütter Stadtpark werden die Radler von Bürgermeister Gerhard Borstell begrüßt, der auch eine der beiden Führungen ( 12 Uhr und 14 Uhr ) durch den Park übernehmen wird. Ausgangs- und Zielpunkt der Parkführungen wird der Platz vor dem Neuen Schloss sein, auf dem der Grundschulchor und die Tanzmäuse des Kulturhauses auftreten, sich Vereine präsentieren, der Tourismusverband mit einem Stand vertreten sein wird. Thomas Kühnel, Vereinsvorsitzender der " Freunde historischer Fahrzeug- und Werkstatttechnik ", wird Zweiräder vergangener Tage ausstellen. Apropos : Im Neuen Schloss, das seine Türen für die Radler öffnen wird, sind derzeit zwei Ausstellungen zu besichtigen.

Und auch an die Versorgung der radelnden Gäste wird gedacht. In der Nähe des Wasserfalls im Stadtpark wird ein speziell für diesen Tag eingerichtetes " Park-Café " zum Verweilen einladen.

Beide Haupttouren des Elberadeltags sind Rundkurse, enden also am späten Nachmittag nach rund 80 Kilometern wieder in Stendal beziehungsweise nach 56 Kilometern wieder in Tangermünde. Es sind geführte Touren, wie übrigens auch die fünf weiteren Elberadeltags-Routen am Sonntag, 25. April. In einer der nächsten Ausgaben werden wir sie vorstellen.