Für 1200 Sportler fand gestern in Tangermünde der 3. Elbdeichmarathon, organisiert vom gleichnamigen Verein, statt. Ohne Regenschauer, dafür aber bei kühlen Temperaturen und leichtem Wind lernten sie mit die schönste Seite der Stadt kennen – den Weg entlang der Elbe hinein in die Elbaue.

Tangermünde. " Wenn nicht jetzt, wann dann sollte ich dabei sein ?" Diese Frage hatte sich Rieke Schmieder aus Jerichow vor wenigen Wochen gestellt. Die Antwort darauf : Sie meldete sich für die 10-Kilometer-Distanz an und : " Ich bin nicht einmal eine Stunde gelaufen. " Die Malerin, die seit einigen Jahren in der Stadt ein Atelier betreibt, ist stolz auf sich, auf das Ergebnis und darauf, sich trotz großer Aufregung in das Läufergetümmel gestürzt zu haben.

Aufregung für alle

Doch nicht nur bei den " Großen " herrschte gestern Anspannung vor dem Start. Auch viele Kleine fieberten dem Lauf gespannt entgegen – Annalena aus Grobleben sowie die Brüder Alexander und Sebastian aus Tangermünde. Für sie ging es beim DRK-Kinderlauf einmal durch die historische Innenstadt.

Die Mitglieder des Tangermünder Elbdeichmarathonvereins hatten in Vorbereitung auf das größte Läuferereignis im Norden Sachsen-Anhalts ganze Arbeit geleistet. Alles war perfekt organisiert, die Läufer waren gut umsorgt. So kochte der Förderverein der Tangermünder Wehr am Sonnabend 500 Portionen Nudeln mit Tomatensoße. Am Sonntag stand er mit Erbsensuppe, Bockwurst und Bratwurst für 1200 Läufer auf dem Marktplatz.

Dr. Albrecht Grave vom Tangermünder E-Center hatte den Lauf mit 1300 Liter Wasser, je 400 Liter Cola, Fanta und Eistee, 40 Kisten Malzgetränk sowie 317 Kilogramm Bananen und 150 Kilogramm Äpfeln unterstützt.

Verteilt wurde all das unter anderem an den Verpflegungspunkten entlang der Strecke. Hier wurden die Läufer freudig begrüßt. Evelyn Gehne vom Tangermünder Leichtathletikverein ( TLV ) erkannte viele Sportler aus dem vergangenen Jahr wieder und hielt ihnen dann umso erfreuter das in Becher gefüllte Wasser entgegen.

Sanitäter des DRK waren zur Stelle, wenn ihr Fachwissen gebraucht wurde. Daniel Fiedler begleitete den Lauf per Motorrad. Viel zu tun hatten er und seine Kollegen allerdings nicht. " Zwei Blasenpflaster und einmal Schürfwunden ", lautete das Resümee von Sanitäter Danny Thöns. Die Tangermünderin Anne Kupfer war am Infostand auf dem Marktplatz eingesetzt. " Es läuft alles super ", sagte sie, half den Sportlern, wenn sie den Weg nicht wussten, etwas suchten oder ihre Zeiten erfahren wollten.

Super Stimmung

Weit ab von Tangermünde, doch wichtig für die vielen Sportler am Sonntag – das Geschehen in Buch und Bölsdorf. " Die Stimmung dort war einfach bombastisch ", lobte Falk Heidel aus Genthin die Aktionen in beiden Orten. Jeder Marathon- und Halbmarathonläufer passierte sie und wurde auch hier von Beifall und Zurufen zusätzlich motiviert.

Im Ziel gab es für etliche Läufer oft eine persönliche Begrüßung über das Mikrophon. Thomas Schulze und Björn Menzel moderierten das Geschehen. Das Bühnenprogramm am Vormittag mit Theo Tintenklecks für die ganze Familie und ab Mittag mit der etappenweisen Siegerehrung übernahm Jens Schößler. Alle drei profitieren aus ihren Erfahrungen der beiden vorangegangenen Marathonveranstaltungen – waren unterhaltsam und informativ.

Einen vierten Marathon wird es geben. Davon war gestern bereits die Rede.