Vertreter von elf altmärkischen Karnevalsvereinen trafen sich am Ende voriger Woche in Stendal, um sich auszutauschen und über Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu beraten. Diese Art Treffen findet regelmäßig bei jeweils einem anderen Gastgeberverein statt.

Stendal. " Um nicht im eigenen Saft zu schmoren, ist es auch für uns Karnevalisten wichtig, den Dialog mit anderen Vereinen zu suchen, denn auch in unserem Bereich wird das erfolgreiche Arbeiten immer schwieriger ", macht WCCPräsident Frank Kruft deutlich. So manche gute Anregung von Gleichgesinnten könne da weiterhelfen. Darum wurde vor zehn Jahren das erste Treffen mit den Präsidenten oder deren Vertretern aus den Karnevalsvereinen der Regionen Stendal und Salzwedel initiiert.

Diese Treffen seien inzwischen zur Tradition geworden, sagt Kruft, wobei unter anderem auch schon die Vereine in Osterburg, Salzwedel, Schinne, Tangermünde als Gastgeber fungierten.

Die Karnevalisten von elf Vereinen aus den Kreisen Stendal und Salzwedel, die sich jetzt im Stendaler Vereinshaus trafen, vertreten rund 1000 Mitglieder.

Wenn mehr als 20 Mitglieder aus der närrischen Zunft zusammensitzen, denkt man wohl an eine lustige Runde. Der Spaß kam zwar nicht zu kurz, aber im Mittelpunkt standen Themen mit ernstem Hintergrund : Wie zum Beispiel die Vereinsarbeit verläuft, welche Erfahrungen in der abgelaufenen Session gemacht wurden und wie die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen, unter Berücksichtigung der eigenen Tradition, verbessert werden kann.

Gemeinsame Umzüge ?

Der Stendaler Vorschlag, eventuell gemeinsame Umzüge durchzuführen, wurde unterschiedlich bewertet. Die damit verbundene umfangreiche und kostenintensive Logistik sowie Terminüberschneidungen wurden mit Bedenken genannt. Kritisch wurde von fast allen angeführt, dass die Nachwuchsnarren genau wie die finanziellen Mittel immer weniger werden.

Die unterschiedlichen Beitragssätze, die zurückgehenden Besucherzahlen und sogar ausgefallene Veranstaltungen kamen ebenso zur Sprache.

Alle Redner bestätigten dagegen die gute Resonanz auf die Angebote für Kinder und auch die guten Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit den Kitas. Lobend wurde in der Runde zudem der Ablauf des Präsidententreffens von Sachsen-Anhalt in Tangermünde genannt, und der Besuch des Prinzenpaares bei der Kanzlerin wurde gewürdigt.

Die Vertreter der Vereine wiesen auf bevorstehende Jubiläen hin und sprachen Einladungen aus. Beim abschließenden kleinen Grillimbiss gab es noch viele lockere Gesprächsrunden, denn närrische Themen und Erlebnisse aus den Vereinen gab es genug.