Stendal. Böse, kritisch, voller Neid und Hass, aber trotzdem zum Brüllen komisch : Das ist die Modesatire " Who is Karl " des Theater-Jugenclubs " tja ". Mit " Who is Karl " feierten die 13 Nachwuchsschauspieler am Donnerstagabend Premiere. Das Stück kritisiert den Modewahn und zeigt auf, wie die Eifersucht einen Menschen zerstören kann. Es geht um Mode, Trends und Styling und wie wichtig diese Attribute heute scheinen.

Die Geschichte erzählt eine typische Showbusinesssituation : Superstar sucht mit hochbesetzter Jury einen neuen Superstar. Im Falle der Satire " Who is Karl " sucht das größte " Topfmodel " der Welt, Betty Plum, eine Nachfolgerin. Beim " Topfmodelwettbewerb ", in dem sich die Mädchen stolzierend präsentieren sollen, beurteilt Super-Topfmodel Betty Plum die Kandidatinnen. Als dann plötzlich eine ihr fast ebenbürtige Kandidatin auftaucht, wird sie vor Neid fast verrückt. Schließlich setzt sie alles in Bewegung, um die Schönste im ganzen Land zu bleiben.

Doch dann stellt sich noch die Frage, wer ist eigentlich Karl – " Who is Karl ?"

Diese gelungene Modelwahnsatire ist ein Wettkampf der Schönsten und Schlanksten, der kaum ein Auge trocken lässt. Bezug nehmend auf den ganzen Fernsehrummel um Talentshows und Wettbewerbe scheint die bissige Komödie über den Dingen zu stehen.

Unter der Leitung von Robert Grzywotz und Andra Born spielt sich das junge Ensemble in Höchstform. Viel Beifall belohnte die Darsteller.

Heute um 19. 30 Uhr wird " Who is Karl " zum letzten Mal aufgeführt. Karten gibt es dafür unter ( 0 39 31 ) 63 57 77.

www. tda-stendal. de