Stendal. Damit die Löschgruppe der Stendaler Feuerwehr sich regelmäßig im Bereich ABC weiterbilden kann, werden etwa viermal im Jahr Übungen der Kreisfeuerwehrbereitschaft Stendal organisiert. Neben den " normalen " ABC-Übungen fallen oft noch weitere Übungen mit dem Kreis-ABC-Zug an.

Gefährdungen durch atomare, biologische und chemische Stoffe sind in der heutigen Zeit allgegenwärtig. Wurden noch vor einigen Jahren vornehmlich Kampfmittel und Kampfstoffe mit dem Begriff " ABC " in Verbindung gebracht, so sind Begegnungen mit diesen Gefahren heute fast alltäglich.

" Öl auf Gewässer ", " Havarierter Gefahrguttransporter ", " Austritt unbekannter fester oder flüssiger Substanz " sind nur einige Meldungen, zu denen die Feuerwehr unter dem personal- und geräteintensiven Alarmstichwort " ABC-Einsatz " ausrückt. Ein Verkehrsunfall mit einem Gefahrstofftransportert ist, ist in der Nähe zu Wohngebieten passiert : Gefahrstoffe treten aus und gefährden die Bevölkerung. Ein Szenario, das erst vor einem Jahr Realität gewesen ist. Auf der B 189 war ein mit Pflanzenschutzmittel beladener Lkw in einen Unfall verwickelt, die Stendaler Feuerwehr rückte mit ABC-Mannschaft aus. Dass dafür ausgebildetes Personal entscheidend ist, versteht sich von selbst.

Und darum wird in Theorie und Praxis immer wieder geschult, erklärt Matthias Lange von der Feuerwehr Stendal, die am Sonnabend wieder auf dem Gelände der Feuerwache einen solchen Lehrgang durchführte.

Dabei kam der ABC-Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft

aus Stendal, Uchtspringe, Tangerhütte und Bismark zusammen. 40 Kameradinnen und Kameraden übten an drei Stationen einmal das Dekontaminieren ( säubern von Personen und Kleidung ), das Abdichten mit verschiedenen Hilfsmitteln am Tankwagen und das Anbringen einer Leckdichtbandage an einem Tankwagen.