Stendal ( ge / sho ). Die Mitgliederversammlung der Jägeschaft Stendal stand im Zeichen des 20. Jahrestages ihrer Gründung am 19. April 1990. Der Vorsitzende der Jägerschaft, Bernhard Engelmann, ließ daher wichtige Entwicklungsetappen Revue passieren.

Weiterhin berichtete er über die Ergebnisse der zwanzigjährigen Entwicklung. Die Jägerschaft hat gegenwärtig 414 Mitglieder. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden 385 junge Frauen und Männer in den Lehrgängen zu Jungjägern ausgebildet. Als Ausbildungsleiter waren zunächst Erwin Zeuchner und bis heute Kurt Elfert sehr erfolgreich tätig.

Bei Rotwild- und Damwildabschuss wurde keine kontinuierliche Planerfüllung erreicht. 2009 wurden 264 Stücken Rotwild und 330 Stücken Damwild erlegt. Bei Rehwild wurde der Plan erfüllt. Hohe Rehwildverluste gab es durch den Straßenverkehr ( Stichwort Wildunfälle ), zurzeit auch witterungs- und krankheitsbedingte Verluste. 2009 wurden durch die Jäger 2378 Wildschweine erlegt. Hier ist eine steigende Tendenz zu beobachten. Sehr aktiv sind die Jäger bei der Fuchsbejagung. So wurde von 1997 bis zum Ende des vergangenen Jagdjahres 12 949 Füchse erlegt.

Die Begrünung von Stilllegungsflächen wurde seit 2004 auf gesamt 160 Hektar 2009 erhöht. Das kommt besonders dem Niederwild, besonders Hase, Fasan und Rebhuhn, zugute. Bernhard Engelmann dankte den Jägern für ihr großges Engagement bei der Pflege und Hege der heimischen Pflanzen- und Tierwelt.

Bei der anschließenden Wahl des Vorstandes der Jägerschaft wurden einstimmig gewählt : Bernhard Engelmann, Groß Schwechten ( Vorsitzender ), Bodo Bretschneider, Sanne und Friedrich Albrecht, Grieben ( stellvertretende Vorsitzende ), Kerstin Kießling, Stendal ( Schatzmeisterin ), Walter Lienert, Kläden ( Schriftführer ), Kurt Elfert, Tangerhütte ( Ausbildungsleiter ).

In der Pause fand die Trophäenschau der Hegegemeinschaft Hohenwulsch mit vielen starken Rehwildkronen, darunter einer der stärksten der Altmark, große Beachtung. Erfolgreichster Jäger war Stephan Morgenroth aus Dobberkau.