Stendals größter Vermieter, die städtische SWG, will in diesem Jahr 3, 4 Millionen Euro in Sanierungen und Instandhaltungen seines Wohnungsbestandes investieren. Auch das Abrissprogramm wird weitergeführt ; in Süd fallen demnächst die letzten SWGHäuser.

Stendal. Ihren langen Abschied von Süd wird die Stendaler Wohnungsbaugesellschaft ( SWG ) in diesem Jahr vollenden, wenn ihre letzten Häuser an der Hanseallee 41-47 a fallen. Die genossenschaftliche WBGA hatte sich bereits im Jahr zuvor endgültig aus dem schrumpfenden Viertel zurückgezogen. Weitere Abrisspläne, so Geschäftsführer Daniel Jircik, hegt die SWG für dieses Jahr in Stadtsee in der Dr .-Kurt-Schumacher-Straße 22-22 b und in der Adolph-Menzel-Straße. Dort soll der Elfgeschosser hinter der Ladenzeile verschwinden.

" Das ist unser ambitioniertestes Rückbauprojekt ", erklärt Jircik. Da die Ladenzeile stehen bleibt, muss der Block bei laufendem Geschäft Platte für Platte abgetragen werden. Über sechs Wochen wird sich das hinziehen. Wann es losgeht, weiß der SWG-Chef noch nicht, noch sind die Fördermittel nicht bewilligt. Er hofft, dass es bis September soweit ist. Die Ladenzeile bekommt anschließend einen neuen Dachaufbau.

Die SWG will in diesem Jahr durchaus nicht nur die Abrissbirne schwingen. 3, 4 Millionen Euro wird die städtische Gesellschaft laut Jircik in Sanierungen und Instandhaltungen investieren. " Ein Kernstück unserer Investitionen wird die Schaffung von Singlewohnungen mit modernen Grundrissen, teilweise altengerecht, und die Nachrüstung von Balkonen sein ", sagt der Geschäftsführer. Außerdem werde das Programm zur Wärmedämmung und Erneuerung von Fassaden fortgeführt.

Schon im Mai geht es in der Clara-Zetkin-Straße 1-17 los. Neben Fassaden- und Balkonerneuerung sowie der Überdachung der Eingänge legt die SWG an diesem Block Mietergärten an, wie bereits in der Lieselotte-Herrmann-Straße

praktiziert. In der Erich-Weinert-Straße 1-6 beginnt im Juni der erste Bauabschnitt mit Dacherneuerung und Wärmedämmung der Straßenfassade. Zu einem Blickfang sollen die Giebel zum Altmark-Forum mit Stadtseemotiven gestaltet werden. Ab Mai wird der Block Hans-Schomburgk-Straße 25-43 an der noch unsanierten Nordseite einschließlich der originellen Farbgestaltung weitergeführt. Die SWG hat für ihre Sanierungspläne an vier Stendaler Architekturbüros Farbstudien in Auftrag gegeben. Balkone auf Mieterwunsch baut die SWG in der Röxer Straße 74-75 und in der Preußenstraße 57-57 f in Nord. In Nord soll laut Jircik jedes Jahr ein Haus mit Balkonen nachgerüstet werden.

Von den Komplettsanierungen früherer Jahre hat sich die SWG verabschiedet. Daniel Jircik : " Außen erneuern wir Fassade und Dach, innen richten wir uns nach Wunsch und Geldbeutel der Mieter. "