Stendal. Sterne werden nicht nur in der Hotelbranche vergeben. Seit Kurzem gibt es sie auch für den Pflegedienst. Dieses neue Klassifizierungssystem wurde 2009 von einem Gremium entwickelt, zusammengesetzt aus Experten aus Theorie und Praxis, aus ambulanten Pflegediensten, Unternehmensberatern und dem Vincentz-Verlag. Bewertet wird mit den " Sternen für den Pflegedienst " vor allem dessen Servicequalität. Ein bis fünf Sterne können vergeben werden.

Die Qualität der Arbeit in der Sozialstation Stendal des DRKKreisverbands ist drei dieser Sterne wert. Groß waren Stolz und Freude bei Gudrun Walkowiak, der Leiterin der Sozialstation, und ihrer 17-köpfigen Mannschaft, als ihnen vor etwa drei Wochen das Ergebnis der Überprüfung ihrer Arbeit mitgeteilt wurde. Gestern konnten sie die drei Sterne an die Fahrzeuge der Sozialstation kleben und eine Tafel mit besagten drei Sternen darauf an ihr Haus in der Moltkestraße schrauben.

Die Sozialstation hatte in einem Fachblatt des Vincentz-Verlags von der Möglichkeit dieser neuen Klassifizierung der Arbeit ambulanter Pflegedienste erfahren und sich darum beworben. Was folgte, war eine Selbstauskunft mittels eines umfangreichen Fragenkatalogs, die im Dezember 2009 von dem Prüfer-Gremium in der Stendaler Sozialstation überprüft wurde. Ihre Sterne erhielt die DRK-Sozialstation für die Servicequalität und für ihre Spezialgebiete, die ambulante Palliativversorgung, die Demenzbetreuung und das Wundmanagement.

Noch in diesem Jahr wollen sich auch die DRK-Sozialstationen in Tangerhütte und Osterburg dieser Überprüfung unterziehen, war gestern während des Anbringens der Sterne zu erfahren. Die Stendaler DRKSozialstation peilt den vierten Stern für das nächste Jahr an. " Wir erfüllen schon jetzt nahezu alle Kriterien, die dafür gefordert sind ", ist Gudrun Walkowiak zuversichtlich.