Die Auswertung der Vereinsmeisterschaft für das zurückliegende Jahr war einer der Höhepunkte bei der Jahreshauptversammlung des Tangerhütter Rassekaninchenzüchtervereines G 262 in Tangerhütte. Am Wochenende wurde dort aber auch ein weiterer Meistertitel angesprochen : Vorstandsmitglied Wilfried Hannemann soll nach Empfehlung durch den Kreisverband im April der Ehrentitel " Meister der Rassekaninchenzucht " vom Landesverband verliehen werden.

Tangerhütte. Der Ehrentitel " Meister der Rassekaninchenzucht " wird vom Landesverband der Rassekaninchenzüchter nur an jährlich bis zu drei verdienstvolle Züchter mit viel Erfahrung verliehen. Dass Wilfried Hannemann darunter ist, diese Nachricht aus dem Munde von Vereinsmitglied und Kreisvorsitzendem Günter Nicke freute alle am Tisch. Doch am Wochenende standen zunächst die vereinsinternen Meister auf der Tagesordnung.

Nach einem ausführlichen Rechenschaftsbericht und einigen Diskussionen verlieh Vorsitzender Hans-Georg Hecker die Ehrentafeln an die Besten des Vereines. Die dafür nötige Punktbewertung kommt unter anderem durch die Teilnahme und Bewertung bei verschiedenen Ausstellungen und anderen züchterischen Aktivitäten zusammen.

Mit ingesamt 413 Punkten sicherte sich Wilfried Hannemann mit seinen Hellen Großsilbern den ersten Platz. Insgesamt hatte er an 13 Schauen mit 70 Tieren teilgenommen. Ein erster Platz im Bereich Jugend wurde dem jüngsten Vereinsmitglied, Arend Blume, in Abwesenheit verliehen. Er holte mit seinen Schwarzrexen 404 Punkte in der Vereinswertung. Auf Platz zwei schaffte es Dieter Matthies mit der Rasse Graue Wiener und 405 Punkten, auf Platz drei Herbert Heim mit Thüringern und 404 Punkten.

Insgesamt sei das zurückliegende Jahr ein ausgesprochen erfolgreiches
gewesen, schätzte der Vorsitzende in seinem Bericht ein. " Durch gute Zusammenarbeit konnte ein stabiles Vertrauensverhältnis aufgebaut werden. " Der Arbeitsplan sei eingehalten, Schwerpunkte in der Jungtierbewertung, der Stallschau und den Vereinsmeisterschaften sowie der offenen Vereinsschau gesetzt worden.

Gerade die Jungtierbewertung, die bei den Zuchtfreunden Herbert Heim, Johannes Hoffarth und Wilfried Hannemann durchgeführt wurden, seien eine " gute Basis für Zucht und Selektion ", sagte Hecker. Für die Zukunft solle allerdings darüber nachgedacht werden, ob die Auswertung in gemütlicher

Runde noch am selben Tag erfolgen sollte wie bisher, betonte Hecker.

Auch die Stallschaukommission des Vereines habe sich ihre Arbeit nicht leicht gemacht, immerhin treffe sie stets auf " differenzierte Bedingungen ". Stallhygiene, Fütterung und die notwendigen Zuchtpapiere standen dabei im Mittelpunkt ihrer Bewertungen. Insgesamt zeigte der Tangerhütter Rassekaninchenzüchterverein G 262 im vergangenen Jahr 310 Tiere auf 15 Schauen. Ein Arbeitseinsatz zur Anfertigung neuer Käfigböden brachte das Inventar des Vereines auf Vordermann und die Vereinsschau im vergangenen Oktober sei für alle eine große Herausforderung gewesen, " in technischer aber auch organisatorischer Hinsicht ", sagte Hecker.

331 Tiere von 47 Züchtern wurden bei der Schau in der ehemaligen Tangerhütter Schwimmhalle gezeigt. Und auch im nächsten Jahr hat der Tangerhütter Verein wieder einiges vor : Die offene Kreisausstellung soll in Tangerhütte stattfinden, dafür sei wieder großes Engagement aller 17 Mitglieder notwendig, betonte der Vorsitzende.

Kreisverbandsvorsitzender Günter Nicke sagte an dem Abend der Jahreshauptversammlung. " Wir brauchen als Tangerhütter Verein, der inzwischen über 100 Jahre alt ist, unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Die Arbeit, die hier geleistet wird, ist auch im Landesverband anerkannt !"