Stendal. Es ist besiegelt : Gestern unterzeichneten Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz und Vinzelbergs Bürgermeister Werner Stahlberg den Eingemeindungsvertrag. Damit kommt Vinzelberg freiwillig – wenn auch außerhalb der freiwilligen Phase, aber noch vor der Zuordnung durch den Gesetzgeber – in die Hansestadt.

In Verhandlungen stand die Gemeinde mit der Stadt seit August vergangenen Jahres. Zuvor scheiterten die Bestrebungen der Bürgerinitiative gegen die Gemeindegebietsreform, der sich Vinzelberg anschloss. Für die Vinzelberger sind die Vorteile der freiwilligen Eingemeindung eine Überbrückungsfrist im Satzungsrecht sowie festgeschriebene Steuersätze ( Gewerbe-, Grundund Hundesteuer ) für die nächsten zwei Jahre. Weiterhin wird es einen Ortschaftsrat und einen Ortsbürgermeister geben.

Im Vertrag festgehalten ist, dass der zu Jahresbeginn beschlossene Haushalt Vinzelbergs von der Stadt übernommen wird. So können Vorhaben, wie beispielsweise die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs, umgesetzt werden.

Der unterzeichnete und besiegelte Vertrag wird nun dem Landesverwaltungsamt und dem Ministerium zur Genehmigung vorgelegt. Danach folgt die amtliche Bekanntmachung. Einen Tag danach wiederum tritt die Eingemeindung in Kraft. " Dies wird voraussichtlich im April der Fall sein ", erklärt Axel Kleefeldt, Stendals stellvertretender Bürgermeister.