Tangerhütte. Von zwei bis 5 Uhr nachts wurden Parkplätze der Stadt beräumt, ab 5 Uhr die Hauptstraßen. Und das seit Wintereinbruch Mitte Dezember. Trotzdem gebe es nach wie vor Stimmen, die sagen, der Winterdienst sei nicht ausreichend gewesen, sagt Bauhofleiter Heiko Steinig Pinnecke. Er berichtete jetzt im Bauausschuss unter anderem von 80 Tonnen Salz, 55 Tonnen Splitt und zusätzlichen Dieselkosten. " Immer wieder wurden wir gefragt, ob es eine Prioritätenliste für das Schneeräumen gibt ", berichtet Heiko Steinig Pinnecke am Dienstagabend im Bauausschuss der Stadt und gibt auch gleich selbst die Antwort : " Klar haben wir die : Zuerst werden Hauptverkehrsstraßen und für Rettungswege wichtige Straßen beräumt, danach haben wir mit den Nebenstraßen begonnen, wobei die wegen schlechter Straßenverhältnisse oft nur unter großem Zeitaufwand zu bewältigen waren. " Seit 18. Dezember habe der Winter die Stadt im Griff, doch die habe schon seit einigen Jahren einen eingeschränkten Winterdienst ausgewiesen. Generell seien die acht Mitarbeiter des Bauhofes von 5 bis 13 Uhr und per Rufbereitschaft im Dienst, sagte Steinig Pinnecke. Außerdem habe man in diesem Jahr auf Zusatztechnik zurückgreifen müssen. Sechs Fahrzeuge, darunter ein alter Unimog, ein Radlader mit Schiebeschild und drei Multicars seien im Einsatz gewesen. Und das in den schlimmsten Schneefallzeiten auch schon morgens um zwei Uhr, weil man nur dann an die Parkflächen, etwa an der Schnittstelle oder vor den städtischen Kindereinrichtungen herankam. Auch die Radwege nach Uchtdorf und Weißewarte gehörten in das Aufgabengebiet der Bauhofmitarbeiter.

Rund 13 000 Euro habe der Winterdienst mit seinem Mehrbedarf an Salz, Splitt und Diesel gekostet, in normalen Jahren hätten die Kosten bei knapp einem Drittel dieser Summe gelegen. 200 Überstunden fielen an den Wochenenden an, " es war also eine Menge Zeit, in der wir unterwegs waren ", sagte Steinig-Pinnecke. Sobald es wärmer wird, sollen Straßenschäden ausgebessert werden, nach erster Bestandsaufnahme halten die sich allerdings in Grenzen. Größere Löcher wurden vorübergehend abgesperrt, kleinere auch mit teurem Kaltasphalt verfüllt. " Für die Reparatur der Schäden, etwa in der Otto-Nuschke-Straße, müssen wir acht bis zehn Grad und eine Bodentemperatur von fünf Grad Celsius haben ", informierte Steinig Pinnecke im Ausschuss.