Die Traditionstreffen der Husaren mit großer Parade durch die Innenstadt wachsen von Jahr zu Jahr. Zum vierten Treffen in diesem Jahr wird drei Tage lang, vom 7. bis 9. Mai, ein Zeltlager für Mann und Pferd am Nordwall aufgeschlagen.

Stendal. 100 bis 120 uniformierte Teilnehmer von Traditionsvereinen aus ganz Deutschland erwartet das 10. Husarenregiment in Tradition vom 7. bis 9. Mai in Stendal. Für sie und etwa 15 Pferde wird der Nordwall zwischen Wendstraße und Schützenplatz in ein großes Feldlager verwandelt. In diesem Biwak werden die Gäste übernachten. Dort sind aber auch jederzeit große und kleine Besucher willkommen. Und die sollen einiges zu sehen und zu erleben bekommen.

" Wir werden wieder an zahlreichen Ständen die wilhelminische Zeit aufleben lassen ", kündigte Vereinsvorsitzender Peter Krupp gestern in einem Pressegespräch an. Dort wird genäht und geflickt, werden Fächer gebastelt und alte Brettspiele gespielt. Man kann beim Exerzieren und bei Reiterspielen zuschauen. Auf einer Bühne gibt es Tänze und Modenschauen, werden Uniformen gezeigt und erklärt. Ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein verspricht ein Besuch im Schulzelt, das mit Bänken, Tafel und Lehrerpult wie ein Klassenraum um 1900 gestaltet wird. In Zusammenarbeit mit dem Hildebrand-Gymnasium wird dort auch Unterricht erteilt – zum Beispiel in Sütterlin-Schrift.

Höhepunkt des 4. Husarentreffens wird am 8. Mai ab 13 Uhr die große Parade durch die Innenstadt mit Begrüßungszeremoniell auf dem Marktplatz sein. Die Traditionstreffen sollen an die Gründung des 10. Husarenregiments im Jahr 1813 erinnern.

Der Verein ist gerade dabei, die vor Jahren in einem Garten gefundenen Reste des letzten Pferdebahnwagens zu restaurieren und ihn möglichst wieder aufzubauen. " Vielleicht können wir im Mai schon ein erstes Resultat zeigen ", sagt Peter Krupp. Dafür kann man den Verein mit Spenden unterstützen : Volksbank Stendal, BLZ 81093054, Konto 2086786.