Zehn Vereinen und Initiativen händigte OB Klaus Schmotz Förderverträge für soziale Mikroprojekte aus. Der Europäische Sozialfonds unterstützt damit Bestrebungen zur Integration von benachteiligten Einheimischen und Migranten im Stadtteil Stadtsee.

Stendal. Was früher " Lokales Kapital für soziale Zwecke " ( LOS ) hieß, nennt sich jetzt " Stärken vor Ort ". Die Zielrichtung ist die gleiche : Vereine oder Initiativen, die es benachteiligten Bewohnern von Stendal-Stadtsee leichter machen wollen, ins berufliche und gesellschaftliche Leben einzusteigen, bekommen solche Integrationsprojekte gefördert. Für den Zeitraum April bis Oktober dieses Jahres stellt das Programm für Stendal 86 000 Euro zur Verfügung ; die Höchstfördersumme ist auf 10 000 Euro begrenzt.

Ein lokaler Begleitausschuss wählte aus 14 eingereichten Projekten zehn aus ( gelber Info-Kasten ), die nun sofort starten können. Ob alleinerziehende, arbeitsuchende Mütter, konfliktgefährdete Sekundarschüler oder Schulabsolventen ohne Ausbildungsplatz – mit Hilfe der Projekte sollen ihre Chancen für die Zukunft verbessert werden.

Dass solche Projekte tatsächlich etwas bringen können, belegte ARGE-Chef Wilfried Raup mit einem Beispiel. Im vergangenen Jahr konnten 80 Prozent einer Gruppe von Akademiker-Migranten auf dem 1. Arbeitsmarkt untergebracht werden. Die ARGE fördert nun ein Anschlussprojekt mit weiteren 20 Teilnehmern.

• bti – Beratungs- und Trainingsinstitut H. Bläsche :

" Hab ‘ Mut und trau dich was " ( Verbesserung der Kommunikations- und Konfliktfähigkeit bei zwölf Jugendlichen der Komarowschule )

• Kunstplatte : " Mit Puppen ( theater ) Mut machen " ( Stärkung von Selbstbewusstsein und Kreativität )

• DRK : " Fit, aktiv und engagiert " ( Integration von zwölf älteren langzeitarbeitslosen Migrantinnen )

• Kinder Stärken : " Stadtdetektive " ( soziale Integration benachteiligter Jugendlicher in das Wohngebiet )

• Lebendige Steine : " Den Alltag bewältigen und neue Perspektiven gewinnen " ( neue Möglichkeiten für sechs bis zehn arbeitsuchende, alleinerziehende Mütter )

• Arche Stendal : " Mutterliebe " ( Stärkung der Alltagsund Erziehungskompetenzen benachteiligter Mütter / Familien )

• Bürgerinitiative Stendal :

" Altenpfleger – Beruf mit Zukunft " ( Stärkung von Chancengleichheit und Bildung der Teilnehmer )

• Musikerfabrik Frank Wedel :

" Instrumentenfabrik " ( aktiver Umgang mit Kunst und Musik durch das Erlernen eines Instruments für zehn benachteiligte Jugendliche )

• Bildungsverbund Handwerk der Altmark : " Im Tandem zum Ausbildungsplatz – der Ausbildungspate " ( Förderung der beruflichen Integration von Jugendlichen, insbesondere " Altbewerber " und Schulabgänger ohne Ausbildungsplatz )

• Gemeinnütziges Paritätisches Sozialwerk :

" Anti-Agressionstraining " ( Vorbeugung / Abbau von aggressiven Verhaltensweisen )