Genthin. Eine Million Euro hat der neue Computertomograph – CT genannt – des Genthiner Johanniter-Krankenhauses gekostet. Seit Anfang Dezember sind bereits 200 Patienten " durch die Röhre geschoben " worden. Ausgewertet werden die dreidimensionalen Daten des Mehrzeiler-CT in der radiologischen Abteilung im Johanniter-Krankenhaus in Stendal. Die Vernetzung der Einrichtung macht es zudem möglich, Bilder auch in andere Kliniken zu senden.

" Innerhalb weniger Minuten können jetzt bei unklaren Befunden die Diagnosen gestellt werden ", sagte Radiologie-Chefarzt Dr. Andreas Trusen gestern bei der offiziellen Einweihung des medizinischen High-Tech-Geräts, das Hersteller Siemens " Emotion Duo " genannt hat. In der Rettungsstelle des Genthiner Klinik-Standortes erklärte Trusen zudem, dass Schlaganfall- oder Akutpatienten jetzt für die Diagnose nicht mehr fortgeschickt werden müssen.

Laut Klinik-Geschäftsführer Stephan Wegener gab es zuvor eine zweijährige Planungs- und Umbauphase : " Die hat zuzüglich zur Million für das Gerät weitere 800 000 Euro gekostet. Sechs Röntgen-Assistentinnen arbeiten in der neuen Genthiner Abteilung der Radiologie. " Für eine modern ausgerichtete Medizin ist ein Computertomograph unerlässlich ", sagte Prof. Ulrich Nellessen, den Ärztlichen Direktor des Genthin-Stendaler Johanniter-Krankenhauses. Für ihn ist " diese Investition ein deutliches Bekenntnis der Klinik-Leitung zum Genthiner Standort ". Klinik-Seelsorgerin Thea Frerichs erinnerte an das diesbezügliche Engagement des kürzlich verstorbenen Prof. Joachim Wagner : " Er hat sich für diese Anschaffung eingesetzt. Gut, dass er die erste Phase im Dezember noch miterleben durfte. " Sie meint zudem : " Moderne Medizin ist auf ausgereifte Technik angewiesen. " Computertomografien sind dreidimensionale Bilder für die Diagnostik in Röntgentechnik.