Stendal. Nach der kräftigen Zunahme der Arbeitslosenzahlen im Januar ( in dem es 2440 Arbeitslose mehr gab als im Dezember 2009 ) stieg deren Zahl im Februar um lediglich 414. Damit sind zum Ende dieses Monats 18 277 Männer und Frauen zwischen Arendsee und Tangerhütte auf der Suche nach einem Job. 5385 Altmärker tun das seit mehr als einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg auf 15, 8 Prozent, liegt aber immer noch um 1, 3 Prozent unter der im Februar des vergangenen Jahres.

In allen Geschäftsstellen der Stendaler Arbeitsagentur wurden im Februar 2010 mehr Arbeistlose registriert als im Vormonat, wobei es erhebliche Unterschiede gibt. Legte die Arbeitslosenquote in Salzwedel und Stendal nur um 0, 1 Prozent zu, waren es in Osterburg 0, 9 Prozent. Die Osterburger Region ist auch die mit der prozentual höchsten Arbeitslosigkeit. Dort kletterte die Arbeitslosenquote auf 19, 5 Prozent. In Klötze hingegen liegt diese Quote bei 10, 3 Prozent.

Dennoch gewinnt die Stendaler Agentur für Arbeit der Entwicklung auf dem altmärkischen Arbeitsmarkt auch positive Aspekte ab. Grund zur Hoffnung auf Besserung geben zwei statistische Werte. Im Februar fanden 1015 Personen einen Job, das waren 185 mehr als im Januar.

Zum anderen wurden der Agentur im Februar 836 freie Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 316 mehr als noch im Januar. Vor allem der Zugang an Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt lässt die Agentur vorsichtig optimistisch in die Zukunft blicken. Die Firmen suchten 470 Arbeitnehmer, 171 mehr als im Januar. " Vor allem bei den Zeitarbeitsfirmen und den Firmen des Baugewerbes ist im Februar eine steigende Nachfrage zu verzeichnen ", kommentiert die Geschäftsführerin Operativ der Stendaler Arbeitsagentur, Dr. Marion Emmer, diese Entwicklung. Dennoch sie es vor allem die Baubranche, die " witterungsbedingt weiter zu kämpfen " habe. Kurzarbeit sei nach wie vor in vielen Firmen angesagt und hier sieht Marion Emmer auch " weiterhin vermehrten Beratungsbedarf bei den Unternehmen ".