Die Planer der Nordverlängerung der Autobahn A 14 haben jetzt auf Osterburger Anregungen und Forderungen reagiert. So ist nun an der Trasse in Höhe des Ortsteils Röthenberg der Aufbau einer Lärmschutzwand vorgesehen, informierte Bauamtsleiterin Antje Spillner auf Nachfrage der Volksstimme.

Osterburg. Noch Ende 2009 hatten die Osterburger Kommunalpolitiker moniert, dass die Planer zu wenig Rücksicht auf die Anregungen und Kritiken aus der Biesestadt und Umgebung reagiert hätten. Doch das ist nun offenbar Geschichte. Während einer Arbeitsberatung, die vor wenigen Tagen in Seehausen über die Bühne ging, erfuhr Osterburgs Bauamtsleiterin Antje Spillner, dass mittlerweile auf wesentliche Forderungen eingegangen wurde.

Nach ihren Angaben können die Bewohner des nahe an der künftigen Autobahntrasse gelegenen Ortsteiles Röthenberg nun davon ausgehen, dass in Höhe ihres Dorfes an der Straße eine Lärmschutzwand gebaut wird. " Dort sind nach den aktuellen Planungen aktive Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen ", sagte die Bauamtsleiterin. Klar scheint aber auch, dass sich an der knappen Entfernung zwischen Röthenberg und der Autobahn nichts mehr ändern dürfte, die Straße wird etwa 200 Meter westlich von dem Dorf an Röthenberg vorbei führen.

Überarbeitet wurden dagegen nach Angaben der Osterburger Bauamtsleiterin in den zurückliegenden Wochen die Pläne, die die Höhe des aufgeschütteten Autobahndamms rings um Osterburg betreffen. Dieser Damm für die Straße sei nach Überzeugung der Planer aufgrund von sogenannten Zwangspunkten wie zum Beispiel die Biesebrücke notwendig. Von der ursprünglich angedachten Höhe von 6, 50 Meter seien die Vorbereiter des Schnellstraßen-Baus mittlerweile abgegangen, stellte Antje Spillner klar. Zwar werde die Autobahn weiterhin auf einem aufzuschüttenden Damm verlaufen. Aber dessen Höhe sei deutlich reduziert worden, betonte die Bauamtsleiterin. Wie hoch der Damm nun ausfallen wird, vermochte sie aber noch nicht konkret zu sagen.

Der angedachte Lärmschutz für Röthenberg und die Reduzierung der Höhe des Autobahndamms sind zwei Nachrichten, die die Osterburger freuen dürften. Dennoch können sich die Biesestädter nicht entspannt zurücklehnen, machte Antje Spillner deutlich. So zum Beispiel in Sachen Ausgleichsmaßnahmen.

Während die Osterburger fordern, viele Maßnahmen in der vom Autobahnbau betroffenen Region und möglichst trassennah zu planen und auch in Angriff zu nehmen, geht die Bestrebung der Planer eher dahin, dass Großvorhaben wie beispielsweise ein in der Region Gardelegen gelegenes Moor von den Ausgleichsmaßnahmen für den Autobahnbau profitieren. Diese Überlegung wolle man nicht einfach so hinnehmen, sagte Spillner und bekräftigte : " Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, so viele Ausgleichsmaßnahmen wie möglich in unsere Region zu holen. "

Klar ist aber auch : Der zeitliche Spielraum, um noch gewünschte Änderungen in die Pläne für den Autobahnbau einarbeiten zu lassen, wird immer knapper. Denn : " Das Planfeststellungsverfahren

soll noch in der ersten Hälfte dieses Jahres über die Bühne gehen ", so Antje Spillner. Ist die Planung durch dieses Verfahren quasi zementiert, können einzelne Bestandteile nicht mehr durch Widersprüche angefochten werden. Kritikern bleibt dann lediglich der Klageweg.