Stendal. Vor wenigen Tagen trafen sich die rund 20 Mitglieder und Interessenten der Initiative " Äthiopienkinderhilfe ". Sie versteht sich nicht als Verein, sondern jeder ist herzlich willkommen, der dem armen afrikanischen Land in der unterschiedlichsten Form helfen will.

So konnte der Leiter der Gruppe, Gerd Engel, an diesem Abend wieder neue Gleichgesinnte in der Runde begrüßen, bevor er Rückblick auf das vergangene Jahr hielt. Dabei erinnerte er daran, dass sich die Gruppe das Ziel gestellt hatte, rund 5000 Euro im Jahr aufzubringen, die überwiegend für die Verbesserung der Bildungssituation in Äthiopien genutzt werden.

Erfreut betonte er, dass diese Zielstellung erreicht wurde. Basare, Trödelmärkte, Info-Stände, die steigende Sponsorentätigkeit und anderes mehr bildeten die Grundlage für den Spendenerfolg.

Ziel 5000 Euro im Jahr erreicht

Diese Aktionen boten aber auch Gelegenheit, Bürgern die Arbeit der Initiative zu erläutern. Dabei erfuhren sie unter anderem, dass Mitglieder der Initiative schon mehrmals auf eigene Kosten in Äthiopien waren, um vor Ort nicht nur Sachwerte zu übergeben, sondern sich auch von der Verwendung der Spendengelder zu überzeugen. Da machten die Stendaler gute Erfahrungen. Sie besuchten unter anderem die " Marathon-Schule " bei Addis Abbeba, die überwiegend aus Stendaler Spendengeldern erbaut wurde und demnächst erweitert wird, damit die rund 500 Schüler effektiv unterrichtet werden können.

Mit Kleinspenden werden Lehrer bezahlt

Die Planungen für eine weitere Schule sind schon weit vorangeschritten. Frau Dr. Görges, Kennerindesafrikanischen Landes, die auch zu den eifrigsten Sponsoren gehört, zeigte den Mitgliedern Fotos von den Aktivitäten im dortigen Schulwesen. Darüber hinaus Alltagsszenen aus Äthiopien und einen Originalbrief, der kürzlich aus dem Schulort eintraf. Darin bedanken sich die Verantwortlichen für die Unterstützung aus Deutschland. Der Dank galt auch den 20-Euro-Spenden, mit denen die dortigen Lehrer bezahlt werden können.

Von den Stendaler Mitgliedern kam der Vorschlag, Fotos von den hiesigen Spendenaktivitäten nach Äthiopien zu schicken, damit die Afrikaner eine Vorstellung gewinnen, wie die Spenden zusammenkommen. In diesem Zusammenhang wurde der Wunsch geäußert, afrikanischen Schmuck hier in Deutschland zu verkaufen und den Erlös dem Spendenaufkommen zuzuführen. Ferner wurde angemerkt, eventuell in Zusammenarbeit mit der Äthiopisch-Deutschen Gesellschaft und den Ministerien Solaranlagen zur Stromgewinnung zu installieren.

Interessierte Gäste in dieser Initiativrunde waren an diesem Abend auch zwei Schülerinnen mit ihrer Lehrerin aus dem Tangermünder Gymnasium, die sich in den vergangenen Wochen aktiv an Spendenaktionen beteiligt hatten. Mit der Bereitstellung von englischen Lehrbüchern, mit Sport- und anderen Veranstaltungen oder Sammlungen nannten sie an diesem Abend weitere Möglichkeiten, wie sie dieses arme afrikanische Land und die Stendaler Initiative unterstützen könnten.