Stendal ( ro ). Dem am Freitagabend neugewählten Vorstand des Vereins der Freunde und Förderer des Theaters der Altmark muss es gelingen, die derzeit 53 Mitglieder stärker als bisher in die Vereinsarbeit einzubeziehen. " Wir müssen euch Brücken bauen, aber ihr müsst auch bereit sein, darüber zu gehen ", blickte die einstimmig wiedergewählte Vorsitzende Daniela Frankenberg ermunternd in die Runde der Mitgliederversammlung im Pausenfoyer des Theaters. Dass nur zehn Theaterfreunde, darunter der fünfköpfige Vorstand, erschienen waren, machte das Problem besonders deutlich.

Deshalb gehören die Aktivierung der Mitglieder und die Gewinnung neuer Mitstreiter zu den wichtigsten Aufgaben, die sich der neue Vorstand stellte. Diskutiert wurde unter anderem die Veränderung der Beitragsstruktur. So könnten künftig Theaterfreunde mit geringem Einkommen weniger zahlen oder sogar beitragsfrei gestellt werden. Andererseits will der Verein verstärkt um Spender zum Beispiel um Donatoren nach dem Vorbild des Detmolder Fördervereins – werben. Auch Firmenmitgliedschaften sollen künftig möglich sein.

Daniela Frankenberg verschwieg die Probleme nicht, zog insgesamt aber eine positive Bilanz der Vorstandsarbeit des vergangenen Jahres : " Wir waren ganz schön fleißig. " Immerhin wurden zehn neue Mitglieder aufgenommen, machte der Verein mit zahlreichen Aktivitäten, etwa beim Rolandfest, auf sich und das Theater aufmerksam. Ein großer Bücherstand am Tag der offenen Tür des TdA spülte 300 Euro in die Vereinskasse.

Als Auftakt für ähnliche Aktionen möchte Frankenberg die Heranführung von Migranten an das Stendaler Theater verstanden wissen. Der Einladung des Vereins waren im vergangenen Jahr knapp 30 Aussiedler und Ausländer gefolgt – Fortsetzung geplant. Intendant Dirk Löschner kündigte an, in der interkulturellen Woche im September einer Vorstellung eine Werkseinführung in russischer Sprache voranzustellen. Löschner bat den Verein um Unterstützung bei der Suche nach Botschaftern für das TdA. Er möchte in den Städten und Ortschaften der Altmark ein Netz von Kontaktpersonen aufbauen, die für das Theater werben und auch nach möglichen Spielstätten Ausschau halten.

Überhaupt scheint die Chemie zwischen dem Förderverein und dem Intendanten zu stimmen. " Mit Ihnen ist ein frischer Wind ins Theater eingezogen ", bescheinigte Daniela Frankenberg Dirk Löschner. Und dieser " konterte ", er freue sich, dass " die Aufbruchstimmung im Theater auch den Verein erfasst hat ". Das soll sich fürs Theater auch finanziell auszahlen. In dieser Spielzeit wollen die Theaterfreunde die Ausstattung der Puppentheaterinszenierung " King Kong " fördern.