Seit vielen Jahren gibt es in Arneburg die Möglichkeit, Blut zu spenden. Viermal im Jahr kommen deshalb die Mitarbeiter des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes in die Elbstadt und werden dabei von der Ortsgruppe unter der Leitung von Marlies Hinz unterstützt. Bei der ersten Spendenaktion in diesem Jahr kamen 60 Spender in die ehemalige Sekundarschule. Drei Personen spendeten zum ersten Mal ihr Blut.

Arneburg. " Das biologische Alter ist heute niedriger als vor 50 Jahren ", sagt Dr. Rose-Marie Otte. Die Seehäuser Ärztin untersuchte bei der ersten Blutspendeaktion in diesem Jahr die Spender in den Räumen der ehemaligen Sekundarschule in Arneburg. Die Regelung, das Maximalalter von 60 Jahren abzuschaffen, habe sich bewährt. Heute sei die Gesundsversorgung eine ganz andere als vor einem halben Jahrhundert. Ablehnungen musste die Ärztin dennoch aussprechen. Gründe dafür waren beispielsweise eine noch frische Zahnbehandlung, ein auffälliger Hämoglobinwert und einmal erhöhte Temperatur. Auch wenn es in Sachsen-Anhalt keine Altersgrenze nach oben mehr gibt, müssen die Spender mindestens 18 Jahre alt sein.

Bei Björn Erxleben war jedoch alles in Ordnung. Der 22-Jährige war zum ersten Mal bei der Blutspende. Sein Stiefvater Holger Pasemann aus Arneburg hatte ihn dazu überredet. Ohne Probleme ließ er die Prozedur über sich ergehen und stärkte sich anschließend am kalten Büfett. Als Andenken an das erste Mal bekam der junge Mann einen kleinen Aufkleber. In den nächsten Wochen erhält er dann seinen Spenderausweis und will wenn möglich bald wiederkommen. Bis dahin kennt er auch seine Blutgruppe, die im Rahmen der ersten Spende ermittelt wird. Dreimal kann er in diesem Jahr noch einen halben Liter Blut spenden.

Die Blutspende ist ein unschätzbarer Dienst, mit dem Spenderinnen und Spender schwerstkranken Patienten zur Gesundung verhelfen oder Leben ermöglichen. Blutspender erbringen freiwillig eine wichtige Leistung für die Gemeinschaft. Die unentgeltliche Blutspende beim Deutschen Roten Kreuz sichert seit 1952 die Versorgung der Patienten, die auf Transfusionen von Blutpräparaten angewiesen sind. Täglich sind die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes darauf angewiesen, dass sich 15 000 Menschen in den Dienst dieser Sache stellen, um den Blutbedarf bundesweit zu decken.

Damit sich die Arneburger bei der Spende auch wohl fühlen, dafür sorgten zuletzt Marlies Hinz, Brigitte Schulze, Ute Barlicke, Marlen und Lothar Hinz. Die Vorsitzende der Ortsgruppe, Marlies Hinz, war mit der Resonanz zufrieden. Die nächste Blutspendeaktion soll im März wieder in der Sekundarschule stattfinden.