Stendal. " Mutti, der Affe hat ja eine Brust !", " Oh, sind die niedlich !", " Die Kamele können sogar schmusen ", " Die Meerschweinchen haben ein weiches Fell. " Solche und ähnliche Äußerungen von Luisa, Peter und den anderen Kindern, waren da im Stendaler Tiergarten zu hören.

Sie und zirka 40 andere Mädchen und Jungen, aber auch etliche Erwachsene, waren der Einladung der Tiergartenleitung gefolgt, um einmal einen Blick hinter die Kulissen der Tierwelt zu werfen. Die Leiterin dieser beliebten städtischen Einrichtung, Anne-Katrin Schulze, freute sich über diese rege Teilnahme und führte die Gruppe in Stallungen und in die Nähe der Tiere, die man ansonsten nicht so hautnah erleben kann. Gleichzeitig erhielt die Gruppe interessante Informationen über die Haltung, Fütterung und Vermehrung der Vierbeiner.

Zum Auftakt wurde das kürzlich geborene Lama besucht, das sich nur leider etwas scheu zurückhielt. Die Kamele als Nachbarn im gleichen Stall waren dagegen sehr neugierig. Sie warteten auf Streicheleinheiten und ließen sich genüßlich das Obst und Gemüse als Leckerlies schmecken. Als die Trampeltiere sich mit Liebkosungen bei der Leiterin bedanken wollten, sorgte das für Heiterkeit.

Auf dem Weg ins warme Affenhaus, erlebten die Besucher noch, wie der Reiher vom Dach des Wirtschaftsgebäudes stürzte und die Futterbrocken aufnahm, bevor die Katze nahte. Besonders interessant waren natürlich die Spiele und Neckereien der Affen, die hinter den Scheiben beobachtet wurden. Das Mitgefühl gewann der winzige Rotbauchtamarinaffe der zurzeit allein leben muss, weil er von der Mutter verstoßen wurde und jetzt auf einen Partner wartet.

Auf dem Weg zu den Meerschweinchen und Tigern, wies Frau Schulz darauf hin, dass der Tiergarten auch Fundoder verletzte Tiere aufnimmt und pflegt. Aber auch die Frostgrade setzen den Tieren gegenwärtig zu und fordern zusätzliche Aktivitäten von den Pflegern. Am Meerschweinchengehege waren die Mädchen und Jungen nicht mehr zu halten, wollten doch alle die niedlichen Tiere in den Händen der Gastgeber streicheln. Zum Schluß dieses interessanten Rundganges, der seit geraumer Zeit in den Schulferien angeboten wird, machte die Gruppe Halt bei dem Tigerpärchen, das unbeeindruckt durch die Außenanlage zog.