Sieben Feuerwehren sorgen derzeit fürs Retten, Löschen, Bergen und Schützen im Stendaler Stadtgebiet. Am Sonnabend zogen sie Bilanz darüber, wie ihnen das im Jahr 2009 gelang. Eine Rückschau, die Oberbürgermeister Klaus Schmotz und die weiteren Gäste des Abends mit Hochachtung und Respekt vor den Leistungen der mehr als 190 aktiven Feuerwehrleute in Stendal, Arnim, Bindfelde, Borstel, Jarchau, Staffelde und Wahrburg quittierten.

Stendal. Es war alles andere als ein ruhiges Jahr, das der Stendaler Wehrleiter Michael Geffers während der Jahreshauptversammlung Revue passieren ließ. 285 Mal musste die Stendaler Wehr 2009 ausrücken, um zu löschen, Menschen aus Notlagen zu befreien, bei Unfällen technische Hilfe zu leisten. 23 Mal war die Hilfe einer der weiteren sechs Stendaler Ortswehren aus Arnim, Bindfelde, Borstel, Jarchau, Staffelde und Wahrburg gefordert. 123 Brände mussten im vergangenen Jahr gelöscht werden. Das war zwar ein Dutzend weniger als im Jahr zuvor, aber auch 2009 hielten drei Großbrände die Feuerwehrleute der Hansestadt in Atem.

Am 7. Februar brannte die alte Kegelhalle am Uchtewall, nur einen Steinwurf vom Polizeirevier entfernt. Gemeinsam mit den Wahrburger und Borsteler Kameraden meisterten die Stendaler diesen ersten Großeinsatz des Jahres. Zum zweiten mussten sie am 26. April ausrücken – ein Flächenbrand am Möringer Weg. Am 1. September war die Unterstützung der Stendaler beim Waldbrand auf dem Klietzer Truppenübungsplatz gefragt. Der war kaum gelöscht, musste die Feuerwehr am späten Abend und bis in die Nacht hinein erneut ran – beim Waldbrand zwischen Arnim und Staffelde.

Spektakulär und das ganze Können der Feuerwehrleute fordernd, waren aber auch andere Einsätze. Michael Geffers erinnerte in seiner reich bebilderten Rückschau an den am 6. März auf der B 189 nahe Arnimer Damm verunglückten Gefahrguttransporter. Bei dem Unfall platzen mehrere Fässer des Chemielasters auf, aus denen Pflanzenschutzmittel auslief, das von der Wehr beseitigt werden musste.

Dass die Feuerwehren der Hansestadt Stendal dieser wie allen anderen Anforderungen gewachsen sind, nötigte Oberbürgermeister Klaus Schmotz ebenso Respekt ab wie Carsten Wullfänger, der namens des Stendaler Landrats Jörg Hellmuth und des Kreisbrandmeisters Dieter Bolle dafür dankte. Klaus Schmotz bezog in sein Dankeschön an die Feuerwehrleute auch das der Einwohner der Stadt und aller ihrer Ortsteile ein. Eine fundierte Ausbildung und solide Ausrüstung versetzten die Feuerwehren in die Lage, solch gute und unverzichtbare Arbeit zu leisten. Dass die Stadt ihre Feuerwehrleute dabei nach Kräften unterstützt, machte der OB nicht nur mit Worten deutlich.

Er nutzte die Jahreshauptversammlung, um die Stendaler Wehr zu ihrer neuesten Anschaffung zu gratulieren – ein auf modernstem Standard ausgestattetes Löschfahrzeug LF 20 / 16, das am Sonnabend offiziell in Dienst gestellt wurde. 362 660 Euro ließ sich die Stadt diese Anschaffung für ihre Wehr kosten. Ebenso notwenig wie Einsatzbekleidung im Wert von 26 000 Euro oder Atemschutzmasken im Wert von 3 000 Euro, um nur einige der Investitionen 2009 in die Stendaler Feuerwehr zu nennen.

• In den aktiven Dienst der Stendaler Wehr aufgenommen wurden :

Anika Klesinski ( Feuerwehrfrau-Anwärterin ), Martin Weber ( Feuerwehrman-Anwärter );

• Würdigung für besondere Leistungen :

Sascha Romanow ( meiste Einsatzfahrten ), Mike Wieczorek ( meiste Einsätze als Atemschutzgeräteträger );

• Würdigung für zehnjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr :

Ines Jahs, René Borchert, Johannes Tofelde, Jörg Sengespeik ;

20 Jahre :

Jens-Peter Trotno 30 Jahre : André Wolf, Lothar Weiss, Klaus Hörnke, Holger Wothe ;

50 Jahre :

Wolfgang Brauns

60 Jahre :

Karl Moritz