Vinzelberg. Die Gemeinde Vinzelberg wird sich freiwillig in die Hansestadt Stendal eingemeinden. Mehrstimmig beschloss der Rat den Gebietsänderungsvertrag. Der Stadtrat beschloss ihn bereits vor wenigen Wochen während einer Sondersitzung.

Die Gemeinde, die sich zunächst der Volksinitiative gegen die Gebietsreform anschloss, suchte bereits im August 2009 das Gespräch mit der Stadt, nachdem der Klage der Volksinitiative nicht stattgegeben wurde. Im September fand eine Bürgeranhörung statt, bei der sich etwa 50 Prozent der Bürger für die Eingemeindung aussprachen. Erste Vertragsverhandlungen begannen im November. Unter anderem ist vertraglich festgehalten, dass die Steuersätze zwei Jahre lang bestehen bleiben. Zwei Jahre lang haben auch die Aufwandsentschädigungen der Ratsmitglieder Bestand. In einer Prioritätenliste wurden notwendige Bauvorhaben aufgenommen ( Näheres dazu lesen Sie morgen ).

Vinzelbergs Bürgermeister Werner Stahlberg sprach von einer " ehrenvollen Kapitulation ". Axel Kleefeldt, Stendals stellvertretender Oberbürgermeister, sieht die Einleitung der Eingemeindung eher als " Beginn einer guten Zusammenarbeit " und sprach von einer " Partnerschaft auf Augenhöhe ". In den nächsten Tagen erfolgt die Unterzeichnung des Vertrags. Dieser wird der Kommunalaufsicht vorgelegt, ist vom Landkreis zu genehmigen und wird öffentlich bekanntgemacht. Einen Tag nach der Bekanntmachung ist die Eingemeindung vollzogen, so Kleefeldt. Er rechnet damit, dass dies bis April geschehe.