Stendal. Auf einem weiten weißen Feld bei Nahrstedt klickten gestern gegen 16. 30 Uhr die Handschellen um die Gelenke eines Mannes. Ein ungewöhnlicher Ort für eine Festnahme, aber die Polizei hatte ihn sich nicht ausgesucht. Dem Finale auf dem Acker war ein stundenlanges Katz- und Mausspiel vorausgegangen.

Schon gegen 11 Uhr soll es begonnen haben. Nach bisherigen Informationen der Volksstimme stellt sich der Ablauf so dar : Eine Polizeistreife soll auf einen Traktor mit Schiebeschild aufmerksam geworden sein, der eine Ampel bei Rot überfuhr. Die Polizisten wollten den Fahrer kon-trollieren, doch dieser ergriff die Flucht. Auf der B 188 ging es in Richtung Nahrstedt und Möringen. Dann bog der tollkühne Treckerfahrer auf ein tief verschneites Feld ab, so dass der Streifenwagen ihm nicht mehr folgen konnte.

Bis in den späten Nachmittag hinein versuchten die Polizisten, den Flüchtigen dingfest zu machen. Doch dieser drehte unablässig wilde Runden auf dem Acker. Erst mit Hilfe zweier Landwirte aus den umliegenden Dörfern mit ihren Traktoren und eines Lkw-Fahrers gelang es, den Rasenden zu stoppen.

Genauere Informationen kündigte die Stendaler Polizei für heute an. Nur so viel sagte sie gestern schon : Der Traktor war gestohlen.