Stendal. Bei dem Traktorfahrer, der sich am Sonntag eine stundenlange Verfolgungsjagd mit der Polizei lieferte ( Volksstimme berichtete ), handelt es sich um einen 22-jährigen Stendaler, der erst am 8. Januar dieses Jahres aus der Justizvollzugsanstalt Verden in Niedersachsen entlassen wurde. Das sagte Polizeisprecherin Doris Grunau gestern. Der Traktor mit Schiebeschild sei – ebenfalls am 8. Januar – in Minden als gestohlen gemeldet worden.

Das Fahrzeug war einer Polizeistreife am Sonntag gegen 13. 15 Uhr in der Arneburger Straße in Stendal aufgefallen. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und forderten den Fahrer per Lautsprecher zum Anhalten auf. Der brauste davon, überquerte die Kreuzung Nachtigalplatz bei Rot in Richtung Tangermünder Straße. Als er auf der Tangermünder Chaussee eine von der Polizei errichtete Straßensperre bemerkte, wendete er, fuhr wieder zurück nach Stendal und weiter in Richtung Möringen.

Um den Polizeiautos zu entkommen, drehte er ab auf einen zwischen Nahrstedt und Möringen gelegenen Acker, wo er bis etwa 16 Uhr wilde Runden drehte. Schließlich kamen den Polizisten drei Landwirte und ein Lkw-Fahrer aus Insel und Möringen zu Hilfe. Mit ihren Fahrzeugen stoppten sie den Flüchtigen auf dem tief verschneiten Feld, so dass er gegen 16. 30 Uhr vorläufig festgenommen werden konnte.

Laut Polizeisprecherin Grunau ist der 22-Jährige einschlägig vorbestraft.