Sehr geehrte Stendalerinnen und Stendaler, liebe künftige Hansestädterinnen und –städter, sehr geehrte Gäste der Hansestadt Stendal !

Wir Stendalerinnen und Stendaler blicken auf ein Jahr zurück, in dem viel geschehen ist, viel Positives, viel Neues und auch Besonderes. Wir sind auf dem Wege der Gemeindegebietsreform, welchen die Landesregierung beschlossen und vorgegeben hat und der am 1. Januar 2010 gegangen sein muss, gut und vor allem im positiven Einvernehmen mit den eingemeindungswilligen Gemeinden vorangekommen.

Als Teilnehmerstadt der IBA 2010 haben wir mit vielen kompetenten Fachleuten in vier Arbeitsgruppen die Zukunft unserer Stadt und Region erund vorgedacht. Die vielfältigen Ergebnisse der gemeinsamen Zukunftsarbeit können Sie am 14. April 2010, zur Eröffnung unserer Ausstellung zur IBA 2010, sehen und erleben.

Wir alle kennen die Probleme unserer Stadt, die sich vor allem mit den Stichworten sinkende kommunale Einnahmen und eine immer noch recht hohe Arbeitslosigkeit umreißen lassen. Aber wir kennen auch unsere Stärken, die Kreativität, die Entschlusskraft und das Engagement der hier wohnenden und arbeitenden Menschen.

Viele Bürgerinnen und Bürger setzten sich auch in diesem Jahr für andere und für lohnende Ziele ein. Ihr Wirken auf sozial-karitativem, kulturellem und sportlichem Gebiet trägt entscheidend zur Lebensqualität der Hansestadt Stendal bei, und ich möchte allen Menschen danken, welche dort mitarbeiten. Sie machen das freiwillig, sie fragen nicht, was sie das kostet oder welchen Vorteil ihnen das bringt, sie denken und handeln nicht in den heute so oft üblichen Kosten-Nutzen-Kategorien. Sie beweisen, dass unsere Gesellschaft nicht so kalt und egoistisch ist, wie ihr manchmal nachgesagt wird.

Als Oberbürgermeister empfinde ich im Rückblick auf das Jahr 2009 Zufriedenheit und Dankbarkeit, aber natürlich auch etwas Ungeduld und Sorge. Ungeduldig bin ich natürlich, weil das Vorhaben im Schadewachten so gar nicht vorankommen will, weil der Neubau des Bahnhofstunnels eine endlose Geschichte zu werden scheint und weil wir immer noch keine Anbindung an die A 14 haben, welche so notwendig für die wirtschaftliche Situation in unserer Stadt und Region ist.

Sorge treibt mich um, weil so viele Menschen, insbesondere Kinder, auch in unserer Stadt in Armut leben müssen und weil in unserer Region zu wenig Arbeitsplätze vorhanden sind. Zufrieden bin ich, weil es uns, dem Stadtrat und der Verwaltung gemeinsam mit der Bürgerschaft, gelungen ist, viele Aufgaben, die wir uns zu Beginn des Jahres gestellt haben, zu erledigen.

Sehr viele von Ihnen engagieren sich auf bemerkenswerte Weise. Bedanken möchte ich mich bei den Vereinen und Fördervereinen, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Stendaler Stadtrat, anderen gemeinnützigen Organisationen, Clubs und Einzelpersonen. Es gibt hier in Wirtschaft, Handwerk und unter allen Bürgerinnen und Bürgern viel Bereitschaft zu gemeinsamem Handeln, um unsere Probleme anzupacken. Das bietet, wie ich finde, Anlass genug, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken.

Ich erinnere Sie nur an die besonderen Ergebnisse unserer Arbeit wie den ersten Bauabschnitt der Röxer und der Hallstraße, den Radweg nach Jarchau, die Sanierung im Stadtsee-Gebiet, an den Wohnanlagen am Pulverturm und im Tiergarten. Überall sind in unserer Stadt Verbesserungen zu sehen, welche unser wunderschönes Stadtbild weiter vervollkommnen.

Ich möchte, dass die Erfahrung und die Gelassenheit der Älteren eine Verbindung eingeht mit dem Ungestüm und der Neugier der Jugend, wie das bereits im Stendaler Mehrgenerationenhaus gelingt.

Ihnen und Ihren Familien ein friedvolles neues Jahr mit Erfolg, Gesundheit und Gottes Segen.

Ihr Klaus Schmotz,

Oberbürgermeister der

Hansestadt Stendal