Stendal ( ro ). Stendal soll zu einem starken Bildungsstandort entwickelt werden. Das ist eines der ganz oben stehenden Ziele des Beitrags der Hansestadt zur Internationalen Bauausstellung IBA 2010 Sachsen-Anhalt. Die Stadt will sich, so das Thema ihres IBA-Engagements, als " Zentraler Ort im ländlichen Raum " profilieren, und da spielt die Stärkung als Bildungsstandort eine wesentliche Rolle.

Eine Arbeitsgruppe, die sich mit dieser Thematik beschäftigt, ist dabei, ein Bildungsportal als Internetauftritt zu entwickeln. In der Stadt soll ein Bildungsbüro eingerichtet werden ; zweimal im Jahr sind Bildungskonferenzen geplant. Darüber berichtete der zuständige Amtsleiter der Stadtverwaltung, Torsten Mehlkopf, in der vergangenen Woche im Ausschuss für Kultur, Schule und Sport. Damit soll die Stadt, so Mehlkopf, für die Ansiedlung von Familien attraktiv gemacht werden.

Die Arbeitsgruppe habe die Stendaler Bildungslandschaft analysiert und eine hohe Qualität der Schulen mit einem kompletten Bildungsangebot für alle Altersklassen vom Kind bis zum Rentner konstatiert. Doch trotz des großen Angebots – 18 Kitas, neun Grund- und vier Sekundarschulen, vier Gymnasien, sechs berufsbildende Schulen, die Hochschule, acht Einrichtungen zur Erwachsenenbildung, dazu Musikschule, Theater, Kino, Museen und Bibliothek – gebe es Defizite, die sich in einer hohen Anzahl von Bildungsverlierern niederschlagen. Laut Mehlkopf funktionierten die Übergänge zwischen den Bildungsgängen oft nicht optimal, habe die Stadt einen ungenügenden Einfluss auf die pädagogischen Konzepte, sei der Informationsaustausch zwischen den Einrichtungen mangelhaft. Deshalb soll eine lokale Bildungslandschaft in Form eines Netzwerks ins Leben gerufen werden. Die Stadt hofft auf Fördermittel vom Land.