Spannend war der Wahlsonntag nicht allein in der künftigen Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck ( die Volksstimme berichtete, weitere Ergebnisse auch in dieser Ausgabe ). Auch in den künftigen Verbandsgemeinden Elbe-Havel-Land und Seehausen hatten die Wähler per Wahlzettel das Wort.

Seehausen / Schönhausen. Im neuen Jahr wird alles anders : Zumindest was die kommunalen Verwaltungsstrukturen in weiten Teilen der Altmark angeht. In großen Gebieten werden dann in Verbandsgemeinden deren Räte und hauptamtlichen Bürgermeister über die wichtigsten Investitionen und den Kurs der Kommune bestimmen. Neben Räten und Bürgermeistern in einigen der neuen Mitgliedgemeinden wurden am Sonntag also die obersten Gremien – die Verbandsgemeinderäte und Verbandsgemeindebürgermeister gewählt.

In Seehausen gewann Verwaltungsleiter Reinhard Schwarz die Verbandsgemeindebürgermeisterwahl knapp vor Annegret Schwarz. Er erhielt insgesamt 2031 Stimmen ( 52, 4 Prozent ). 1843 Stimmen ( 47, 6 Prozent ) erhielt dagegen seine Herausfordererin. " Ich bin sehr traurig, dass ich es nicht geschafft habe. Das Ergebnis ist sehr knapp ", so Annegret Schwarz am Sonntag im Rathaus, nachdem sie dem Gewinner gratuliert hatte.

Duell zwischen Witt und Brandt

Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis erhält die CDU im neuen Verbandsgemeinderat fünf Sitze. Die Wählergemeinschaft Krüden-Pollitz ist in dem Gremium mit drei Kandidaten vertreten. Ebenfalls je drei Sitze haben die Wählergemeinschaft Altmärkische Höhe und die Unabhängige Wählergemeinschaft " Hansestadt Seehausen " errungen. Zwei Sitze erhält die Wählergemeinschaft Zehrental, einen Sitz erreichte jeweils FDP und die Partei " Die Linke ".

Stichwahlen sind indes für die Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land am 13. Dezember notwendig. Dass der Schönhausener SPD-Kandidat Bernd Witt ( 33, 2 Prozent ) sich an die Spitze der sechs Kandidaten zum Verbandsgemeindebürgermeister setzt, zeichnete sich rasch ab – doch die notwendige absolute Mehrheit verfehlte er mit 1355 Stimmen dennoch. Witt zeigte sich dennoch zufrieden über seinen Anteil von knapp einem Drittel der gültigen abgegebenen Stimmen : " Das macht mich sprachlos und ich freue mich darüber ! Mit so einem Vorsprung hätte ich niemals gerechnet ", erklärte er am Volksstimme-Telefon. Zweiter wurde mit 16, 8 Prozent ( 685 Stimmen ) der parteilose Arno Brandt aus Kamern. " Ich hatte natürlich gehofft, weit vorn zu liegen, dass ich in die Stichwahl komme, freut mich. "

Bis zur Meldung der Stimmen auch aus dem letzten der 16 Wahllokale ( die Fischbecker meldeten erst gegen 19. 30 Uhr ) lieferten sich Arno Brandt, Arnold Bausemer aus Hohengöhren und Norbert Tanne aus Schönhausen ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

100 Kandidaten hatten sich beworben

Um die 20 Plätze im neuen Elbe-Havel-Verbandsgemeinderat hatten sich 100 Kandidaten beworben. Mit sechs Sitzen erreichte die CDU die meisten Plätze. Je zwei Sitze entfallen auf SPD, die Linke, FDP, Allgemeine Bürgerbewegung Sandau und Wählergemeinschaft Klietz. Einen Platz bekommen die Wählergemeinschaft Wust, Bündnis 90 / Die Grünen und die Wählergemeinschaft Jugend Schollene.

Noch nicht gewählt worden ist in Bismark-Kläden wegen des Klädener Adventsmarkts am vergangenen Wochenende. Die Wahlen finden dort deshalb am kommenden Sonntag statt.