Stendal ( nk ). Das elfte Türchen des Lebendigen Adventskalenders der Evangelischen Stadtgemeinde barg nicht nur einen Leckerbissen, sondern gleich eine Vielzahl kleiner Köstlichkeiten. Diese formten das Weihnachtsund somit auch Abschlusskonzert der Musik- und Kunstschule Stendal am Freitagabend in der Katharinenkirche.

Musikschulleiterin Maike Schymalla führte das Publikum durch einen Abend, an dem " ein bunter Querschnitt unserer Arbeit zu sehen und zu hören " sein sollte. Und damit war nicht zu viel versprochen : In einer kurzweiligen, abwechslungsreichen Mischung aus Solisten- und Gruppenauftritten verbrachten die Zuhörer anregende, heitere, zuweilen melancholisch-besinnliche, aber in jedem Falle unterhaltsame gute eineinhalb Stunden.

In denen zeigten Sänger und Instrumentalisten jüngeren und älteren Semesters ihr Können in einem weihnachtlichen Programm, das eher weniger auf gängige Weihnachtsmelodien wie " Alle Jahre wieder " ( hier in einer munteren Fagottino-Darbietung ) setzte, als vielmehr auf weniger oft zu hörende Werke, die nicht minder stimmungsvoll sind. Darunter " In the bleak Midwinter ", im kleinen Ensemble gesungen ; die Blockflöten- " Großproduktion " " Sinfonie Musicali " oder der mit viel Applaus bedachte Akkordeon-Auftritt von Steffen Werner, der mit seinem emotionsreichen " Minervals " beim Publikum Gänsehaut erzeugte.

Ein ästhetisches Zwischenspiel gestalteten Kinder und Jugendliche aus dem Ballettstudio " La danse " mit Tänzen aus der Nussknackersuite von Tschaikowski sowie dem Sklaventanz aus " Aida ".

Bei so viel musikalischem Talent, das die Schüler der Musik- und Kunstschule Stendal zu bieten haben, hätte sich sicher gern auch der eine oder andere bereiterklärt, die etwas still verlaufene Zeugnisübergabe für die Prüflinge der verschiedenen Lehrstufen mit ein paar wohlklingenen Tönen zu untermalen.