Havelberg / Stendal. Hilfeleistung per Telefon stand für Polizeihauptmeister Udo Danewitz aus Havelberg am Morgen des Heiligabends an. Von der Bundeswehrzentrale erhielt er die Nachricht, dass ein kleiner Junge angerufen habe, der allein sei und über Bauchschmerzen klagt. Der Dreijährige, so viel verriet er der Frau in der Telefonvermittlung in einem rund 45-minütigen Gespräch, hatte mit einem Handy die Havelberger Vorwahl und die 200 gewählt. Über diesen Anschluss ist die Bundeswehr in der Prignitzstadt zu erreichen. Die Frau am Telefon machte sich Sorgen und rief bei der Havelberger Polizei an, nachdem der Junge offensichtlich die Wahlwiederholung gedrückt und nochmals angerufen hatte.

Der Polizeihauptmeister, der kurzzeitig überlegte, dem " kleinen Nils " aus dem Radio aufgesessen zu sein, erreichte über die Handynummer den Vater des kleinen Raphael. So erfuhr er, dass der Dreijährige in Stendal zu Hause ist und dass er sich das Handy des Vaters genommen hatte und die Nummer eher zufällig eingetippt hatte. Allein war er nicht, er hatte nur nicht gemerkt, dass sein Vater, der Lkw-Fahrer ist, in der Nacht nach Hause gekommen war. Seine Mutter war zur Arbeit.