Bindfelde ( ri ). Heiligabend, 15 Uhr, Kirche Bindfelde : Krippenspiel ist angesagt. Unter der Leitung von Christina Langnau vom Gemeindekirchenrat haben sich die jüngsten des Dorfes – nicht allein getaufte Kinder – zum Krippenspiel versammelt. Junge Leute von heute nehmen mit einer Zeitmaschine die Besucher mit auf eine Reise ins Jahr der Geburt Christi.

Nach zehn Jahren Pause hat in Bindfelde im vergangenen Jahr zum ersten Mal wieder ein Krippenspiel stattgefunden. Eine Initiative von Christina Langnau, die in Berlin Biologie und Deutsch auf Lehramt studiert. Sie sagt : " Ich hatte selbst so schöne Erinnerungen ans Krippenspiel, und außerdem erfüllt so etwas Weihnachten noch ein wenig mehr mit Wärme. " Anna-Lena ist als Wirt mit von der Partie und sagt : " Ich mache mit, weil es einfach Spaß macht. " Und Anne erklärt : " Im vergangenen Jahr war es schon richtig schön, das Krippenspiel aufzuführen. " Einhellige Zustimmung bei den Engeln Lena-Maria, Lucy und Lilly, bei Leila-Sarah als Joseph, bei Elise und Hannah als Zeitreisende, beim Hirten Paul, bei Katharina als Boten und bei Marek – dem Jüngsten in der Runde in seinem Schafspelz. Und auch die Bindfelder scheinen von der Begeisterung angesteckt. Im vergangenen Jahr strömten sie in die Kirche wie seit Jahren nicht mehr, manche mussten fürs Krippenspiel mit Stehplätzen vorlieb nehmen. Auf einen solchen Erfolg hofft die Bindfelder Gemeinde natürlich auch in diesem Jahr. Und darauf, dass das Krippenspiel wieder zu einer Tradition in dem Dorf vor den Toren Stendals werden möge.

Neben der Tradition geht es natürlich auch um die Botschaft : " Gott hat uns Jesus geschenkt, und deshalb schenken wir uns heute auch noch etwas ", erklären die Krippenspieler von Bindfelde.