Meseberg ( rf ). Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Das bekommt der Mühlenverein Meseberg in diesen Tagen im positiven Sinn zu spüren. Die Akteure um den Vorsitzenden des Fördervereins, Bernhard Sasse, können mit dem Teilaufbau der Mühle jetzt nämlich ein ganz wichtiges Etappenziel feiern.

Das mit dem Feiern darf wörtlich genommen werden. Denn der Verein lädt am Sonnabend ab 18. 30 Uhr nach dem " Mühlenbrand " im April 2008 zu einer Wiederholung der Veranstaltung ein. Doch während beim ersten Mal nicht mehr verwendbares Holz, das beim Abriss angefallen war, auf den Scheiterhaufen kam, mussten die Mühlenfreunde dieses Mal Feuerholz regelrecht zusammentragen. Und während es sich die Gäste vor anderthalb Jahren noch auf einem leeren Platz für einen guten Zweck gemütlich machten, wird dieses Mal die neue Mühle ihre Schatten im Feuerschein werfen.

Fertig ist die Mühle am Sonnabend zwar noch lange nicht, aber sie ist sozusagen über den Berg. Rund 80 000 Euro, die der Verein bislang unter anderem in Form von Fördermitteln vom Amt für Landwirtschaft, Forsten und Flurneuordnung, als Zuschuss von Lotto-Toto Sachsen-Anhalt und der Kreissparkasse Stendal oder über zahllose Spenden ( wie zum Beispiel vom neuseeländischen Urenkel des Mühlenerbauers Karl Friedrich Wilhelm Dassler ) und nicht zuletzt durch die Einnahmen des Mühlentheaters akquirierte, reichen zumindest, um den Mühlenkasten wetterfest auf sichere Füße zu stellen. Für den fachlichen Teil konnte der Förderverein die Bismarker Zimmerei Blümner gewinnen, die sich auf diese historischen Bauwerke spezialisiert hat und deren Chef Windmühlen praktisch zu seiner Herzensangelegenheit gemacht hat.

Sasse schätzt, dass noch einmal so viele Mittel wie bislang notwendig sind, um das Werk ganz zu vollenden. Dass die zweite Halbzeit auch zu schaffen ist, davon ist der Vereinsvorsitzende angesichts des vorzeigbaren Zwischenergebnisses fest überzeugt. " Möglich ist vieles ", sagt Sasse zum Beispiel mit Blick auf ein Backhaus, in dem später das eigene Mehl verarbeitet werden kann. " Aber letztlich ist alles eine Frage des Geldes. "