Von Anke Schleusner-Reinfeldt

Schönhausen. Stolz und voller Vorfreude auf den neuen Arbeitsbereich weihten die Elbe-Havel-Werkstätten gestern Nachmittag ihre neue Wäscherei im Schönhauser Gewerbegebiet ein. " Heute ist ein schöner Tag ", begrüßte Geschäftsführer Frank Latuske die betreuten Mitarbeiter, Vertreter von Baufirmen und Behörden vor dem rot verputzten Gebäude.

In rund einem halben Jahr Bauzeit ist für insgesamt etwa anderthalb Millionen Euro eine Wäscherei entstanden, die 30 Behinderten beste Arbeitsbedingungen bieten soll. Nicht nur beim Waschen, Trocknen und Mangeln der Wäsche aus Privathaushalten und großen Einrichtungen, sondern auch in den Bereichen Hauswirtschaft und Näherei.

Menschen erfahren gelebte Integration

Die Behinderten können es kaum erwarten, aus der bisherigen Wäscherei im Werkstattgebäude in das separate Gebäude umzuziehen. Weniger Lärm, mehr Platz, verbesserte Arbeitsabläufe, moderne Maschinen und der Blick aus den Fenstern ins Grüne machen das Arbeiten angenehm. " Hier erfahren Menschen mit Behinderungen gelebte Integration ", freute sich Frank Latuske und bedankte sich bei den motivierten Mitarbeitern, den Planern, Handwerkern, dem Landkreis und den Ämtern sowie den Fördermittelgebern und dem Geldinstitut, " es gab ein konstruktives Zusammenarbeiten ". Dem Ziel, zufriedene Kunden zu haben und beste Arbeitsbedingungen zu bieten, könne man in Schönhausen nun gerecht werden.

Sieben Waschmaschinen, sechs Trockner, drei Mangeln und Maschinen zur Aufarbeitung von festlicher Kleidung stehen im zentralen Raum, eine Waschmaschine dient dem Reinigen von Pferdedecken.

Morgen von 9 bis 12 Uhr ist die Bevölkerung eingeladen, sich die Wäscherei anzusehen.