Seit gestern bietet die Stendaler Bürgerparkhalle wieder Einblick in die Welt der erneuerbaren Energien und deren Anwendungsgebiete. Auf der Messe " ALTMARK energie + umwelt " stellen am heutigen Sonnabend und am Sonntag 51 Firmen ihre Produkte und Leistungen vor. Das Motto der diesjährigen Messe, die auch berufliche Perspektiven für jungen Leute aufzeigt : Klima schützen, Ressourcen schonen, Lebensqualität verbessern.

Von Egmar Gebert

Stendal. Ronny Hofmann Marcus Spanier und Christopher Opitz sind drei junge Altmärker, die einiges gemeinsam haben. Die Berufsschüler im dritten Lahrjahr lassen sich zu Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik ausbilden. Sie gehörten gestern zu den ersten Besuchern der Messe " ALTMARK energie + umwelt " in der Stendaler Bürgerparkhalle direkt vor der Tür ihres Berufsschulzentrums. Doch nicht die günstige Lage der Messehalle war es, die den Abstecher dorthin für die Jungs attrativ machte. Alle drei sehen ihre berufliche Zukunft in einer Branche, die innovative Ideen verwirklicht und jungen Leuten interessante Perspektiven bietet.

Tipps für Jobstarter

Auf der regionalen Fachmesse für erneuerbare Energien waren sie genau richtig. 51 Aussteller – so viele wie in noch keinem der sechs Jahre zuvor – präsentieren sich mit ihren Leistungen und Produkten, und eine Reihe von ihnen hatte sich am ersten der drei Messetage

rauf eingestellt, mit jungen Leuten ins Gespräch zu kommen : Stichwort Fachkräftenachwuchs im Energie- und Umweltbereich. Hinzu kommt, dass die Bildungsstätte Altmark des Berufl ichen Bildungszentrums, Initiator dieser Leistungsschau, im Rahmen des " Jobstarter-Projekts " gemeinsam mit dem Bildungsverbund Altmark des Handwerk Tipps für Bewerbungen bereithielt und einen speziellen Messestand als Anlaufpunkt für die jungen Leute eingerichtet hatte.

Eine Facette der Messe, deren Organisatoren in jedem Jahr neue Ideen ins Messeprogramm einbringen und sich für deren Umsetzung Partner in der Region suchen. Bildungsstättenleiterin Gudrun Kurzhals – auch Chefi n des Org .-Teams der " ALTMARK energie + umwelt " – zeichnet die Entwicklung der Messe, die erstmals 2003 mit damals 20 Ausstellern stattfand, nach : Ausgangspunkt seien Lehrgänge der Bildungsstätte zur Solartechnik und der Wunsch der Firmen, das Wissen darum auf einer Messe öffentlich zu machen, gewesen. Das daraus eine jährliche Messe werden würde, war damals weder beabsich tigt, noch abzusehen. Das Besucherinteresse im Messezelt an der Industriestraße gab den Ausschlag. Stadt und Landkreis kamen als Unterstützer des Projekts mit ins Boot, und als die Messe 2006 in die Bürgerparkhalle umzog, war sie schon die regionale Fachmesse für erneuerbare Energien mit 42 Ausstellern.

Heizen mit Erdwärme

Mittlerweile sind ökologisches Bauen ebenso Messethemen wie das Energiesparen im Haushalt oder so neue Technologien wie die Geothermie. Fachmann auf letzterem Gebiet ist Hilmar Kerst, einer der in diesem Jahr erstmals mit seinem Stendaler Bohrunternehmen auf der Messe vertreten ist. Heizen mit Erdwärme ist das Thema, zu dem man sich an seinem Messestand informieren kann : " Ich war in den vergangenen Jahren als Besucher auf der Messe und habe gesehen, dass wir mit unseren Angeboten hier gut reinpassen würden ", sagt der Diplomingenieur. Das sah auch Messeneuling Stefan Pauls so. Der Bauingenieur macht mit seinen Kollegen auf die Angebote der Gardelegener Firma Bau-King aufmerksam. Dazu gehören unter anderem Gebäudersanierungen unter energetischen Gesichtspunkten. Ob er beim nächsten Mal dabei sein werde, sei vom Besucherzuspruch der Messe abhängig. Der war übrigens schon am ersten Tag nicht schlecht. Als Landrat Jörg Hellmuth und Staatssekretär André Schröder Freitagabend nach der offi ziellen Eröffnung ihren Messerundgang machten, hatten den bereits rund 300 Schüler und die ersten zahlenden Messegäste hinter sich. Dieses Wochenende hofft Messe-Chefin Gudrun Kurzhals mit mehr als 1000 Besuchern. Im Vorjahr waren es 1200.

Die Messe ist diesen Sonnabend und Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet.