In dieser Woche haben die Arbeiten begonnen, mit denen der Hochschulstandort Stendal komplettiert werden soll. Für drei Millionen Euro wird das letzte Kasernengebäude auf dem Campus, das noch nicht saniert wurde, auf den neuesten Stand gebracht. Dafür haben jetzt die Vorbereitungen begonnen. Und in wenigen Wochen plant das Studentenwerk Magdeburg den Baubeginn für seine neue Mensa.

Stendal. Lange Zeit bröselte die Fassade vom Haus 1 auf dem Stendaler Campus der Hochschule vor sich hin. Jetzt aber sind Bagger vorgefahren, Zäune werden aufgestellt, die Transporter der Baufirmen an der Wendstraße haben ihre Warnblinker an und scheinen Aufmerksam zu heischen : Jetzt geh’s los ! Nachdem die Häuser 2 und 3 des einstigen Kasernengeländes mustergültig saniert worden sind – nicht zuletzt dank der finanziellen Unterstützung der Stendaler Bürger – und der große Hörsaal im Audimax seinen Betrieb aufgenommen hat, ist das also der Auftakt für den finalen Bauabschnitt auf dem Hochschulgelände. Nicht nur Haus 1 wird saniert, zudem wird eine eigene Mensa gebaut.

2010 soll das Gebäude in Betrieb gehen

Andrea Hohenstein ist Verwaltungsleiterin der Hochschule Magdeburg-Stendal für den Standort Stendal. Sie erklärt : " Zunächst finden die Bauvorbereitungen statt. " Das bedeutet, dass die Arbeiter Leitungen für Baustrom und fürs zum Arbeiten notwendige Wasser legen. Außerdem soll in den kommenden Tagen an einigen Stellen Mutterboden beiseite geschoben und die Zufahrt des Areals für Baufahrzeuge vorbereitet werden.

Und dann geht es Schlag auf Schlag. Mauern im Inneren des Gebäudes, das in den 30 er Jahren als Kaserne errichtet worden ist, werden weggerissen. Neue Wände werden aufgebaut, Dach Fassade, Leitungen neu hergerichtet. Andrea Hohenstein : " Es ist wichtig, dass wir schnell vorankommen, denn Ende kommenden Jahres soll unser Haus 1 fertiggestellt sein, da ist nicht viel Spielraum für Bauunterbrechungen. " Während die ersten Gewerke schon bei der Arbeit sind, laufen für die anderen noch die Ausschreibungen. Diese Eile leuchtet ein beim Blick auf den desolaten Zustand des Hauses : Nach Abzug des Militärs Mitte der 90 er Jahre hatte das Gebäude der ehemaligen Tauentzien-Kaserne leer gestanden, war immer mehr heruntergekommen.

Mensa-Neubau beginnt ebenfalls diesen Herbst

Mit rund drei Millionen Euro soll das Haus 1 hergerichtet werden. " Es soll schlicht und modern werden ", erklärt Andrea Hohenstein die Maßgabe der Arbeiten. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss sollen die Bibliothek und auch die Testothek – eine Stelle für psychologisch-diagnostische Testverfahren – angesiedelt werden. Untergebracht wird in dem Haus zudem ein großer multifunktionaler Raum. Der wird der größte am Hochschulstandort sein ohne eine feste Bestuhlung wie im Audimax – bestens also auch geeignet für besondere Veranstaltungen wie Ausstellungen. Neben den Fachschaftsräten werden in dem Haus Büros der Verwaltung und ein kleiner Seminarraum Platz finden. Auch in Zukunft soll über dem Gebäude das Türmchen thronen. Nach Aussage von Andrea Hohenstein sehen die bisherigen Planungen vor, dass dort in Zukunft auch wieder eine Uhr installiert wird.

Was übrigens den Mensabau angeht : Für diesen soll Ende November der Baubeginn sein. Wie die Volksstimme auf Nachfrage bei Dr. Gabriele Tomas vom Studentenwerk Magdeburg – dem Träger von Wohnheimen und Mensen im Norden Sachsen-Anhalts – erfuhr, ist in der vergangenen Woche der Zuwendungsbeschied für diese Investition in Magdeburg eingegangen. " Unser Zeitplan ist damit gesichert ", erklärt die Abteilungsleiterin der Allgemeinen Verwaltung des Studentenwerks.