Stendal ( ri ). Gestern fand am frühen Abend in der Petrikirche ein Montagsgebet statt – in Erinnerung an den Wendeherbst 1989. Das Kirchenhaus ist Ausgangspunkt für die Protestbewegungen gegen das DDR-Regime gewesen. Bis Ende Oktober es wieder jeden Montag um 17 Uhr Veranstaltungen geben. Gestern lag die Gestaltung in der Hand der Evangelischen Stadtgemeinde : Pfarrer Joachim Kähler, Dorothea Richter, Nicoline Helfrich und Detlef Frobel hatten Beiträge und Fürbitten vorbereitet, Dorothea Creutzburg begleitete sie an der Orgel. Mit ihren Worten gingen die Akteure nicht allein auf Verhältnisse der späten DDR ein – mit Repressionen gegen Unangepasste ebenso wie mit einem normalen Leben für die, die sich anzupassen verstanden. Es ging ebenso um das Heute : Darum, den Ellenbogen nur einzusetzen, wenn es auch den Nachbarn nutzt, oder darum, dass die Demokratie in Deutschland gedeihen möge.

Im Anschluss ans Montagsgebete hat übrigens ein Erinnerungsabend stattgefunden : Auch diese sollen in den verbleibenden Wochen bis zum Jahrestag des Mauerfalls fortgeführt werden.