Stendal. In einem hochdramatisches Handball-Nordcupspiel zwischen Gastgeber ESV Lok Stendal und dem Magdeburger SV Börde gewannen die Rolandstädter mit 34 : 32 nach Siebenmeterwerfen. Die Wenigsten hatten damit gerechnet, dass die Altmärker in die nächste Runde einziehen. Denn vor einer Woche unterlag der ESV noch dem Gegner im Punktspiel der 1. Nordliga.

Nach der 1 : 0-F ührung durch André Hentschke glich Magdeburg aus. Keine Mannschaft setzte sich zunächst ab. Nachdem Tom Schumann vom Siebenmeterstrich zum 5 : 5 ausglich, gelang es dem ESV, durch Treffer von Fabian Hepper und Johannes Lemme zwei Tore in Front zu gehen – 7 : 5 ( 10. ). Diesen knappen Vorsprung brachten sie in der Folge über die erste Halbzeit in die Pause – 12 : 10.

Mit Beginn des zweiten Abschnittes war Stendal in Unterzahl auf der Platte. Dieses Manko überstand die Sieben, ohne groß ins Hintertreffen zugeraten. Doch nach nur vier Minuten Spielzeit sah Chris Rosentreter den roten Karton wegen Schlagens im Effekt. Davon ließ sich der Gastgeber nicht aus der Bahn werfen, auch nicht als Hentschke wegen einer Verletzung nicht mehr mitspielte. Ausglichen ging es dem Ende entgegen - 27 : 27 ( Lemme ). Es waren nur noch 29 Sekunden zu spielen – Siebenmeter für den ESV. Tom Schumann trat an und scheiterte am Börde-Keeper.

Spannend ging es weiter. Die Magdeburger nahmen eine Auszeit, die brachte jedoch nichts. Bei einem Konter wurde Lemme gefoult, erneut Siebenmeter. Diesmal versagten Hentschke die Nerven – 27 : 27, Verlängerung.

Diese verlief genauso spannend wie schon die ersten 60 Minuten. Dirk Steffens rettete mit seinem Tor Sekunden vor Schluss der weiten Verlängerung ins Siebenmeterwerfen. Dort zeigten sich die Stendaler Jörg Schulze, Fabian Hepper, Tom Schumann und Johannes Lemme nervenstark und warfen ihren ESV in die nächste Runde.

ESV Stendal : Vogel, Kurze - Hornuff, Steffens 1, Hepper 7, Lemme 5, Schumann 8, Sens, Schulze 2, Rosentreter 1, Hentschke 4, Schüßler 2.