Stendal ( ro ). Die 100 000 Euro Landes- und städtische Mittel, die die katholische Gemeinde für Sanierungsarbeiten an der St. Annenkirche erhalten soll, führten noch einmal zu einem Disput im Stadtrat. Dr. Michael Kühn aus der FDP-Fraktion forderte die Stadträte auf, der Vorlage nicht zuzustimmen. Seine Begründung : Das Bistum Magdeburg habe " im vergangenen Jahr 100 Millionen Euro verzockt ".

Daraufhin meldete sich SPD-Fraktionsvorsitzender Reiner Instenberg zu Wort. Man dürfe hier nicht übergeordnete Instanzen mit örtlichen vermischen, meinte er. Für die Verluste des Bistums sei die Pleite der Gero AG verantwortlich, an der das Bistum beteiligt ist. Das habe aber mit der katholischen Kirche in Stendal, deren Gotteshaus unter Denkmalschutz steht, nichts zu tun. Der Beschluss ging dann bei einer Ablehnung und drei Enthaltungen mehrheitlich durch.

Wie berichtet, will das Land die Kirchensanierung mit 87 500 Euro aus dem Konjunkturpaket unterstützen, die die Stadt mit 12 500 auf 100 000 Euro aufstocken muss. Geplant sind Arbeiten an Fassade und am Dach.