Stendal ( ge / ri ). Die Europäische Union fördert Bauvorhaben an Schulen in Sachsen-Anhalt. Im März hatten von 37 Schulen aus dem Bundesland vier der östlichen Altmark das Rennen um die Fördermittel gemacht. Das bedeutete grünes Licht für die Förderung von Bauvorhaben an der Schule am Weinberg in Havelberg und an den Grundschulen in Bismark, Tangerhütte und Seehausen, die zum Teil bereits angelaufen sind.

Nicht berücksichtigt worden waren in dieser ersten Antragsrunde neben anderen die Sekundarschule in Osterburg und die Grundschule Nord in Stendal – zum Verdruss der Pädagogen und Kommunalpolitiker. Denn immerhin hatten der Stendaler Kreistag und seine Fachausschüsse die Förderwürdigkeit der einzelnen Schulausbau- und -sanierungsvorhaben im Landkreis bewertet und daraus eine Prioritätenliste erarbeitet, auf der die Osterburger Sekundarschule an zweiter Stelle stand. Allerdings war schon damals klar, dass diese Prioritätenliste lediglich empfehlenden Charakter für die in Magdeburg zu treffende Entscheidung über eine Förderung haben würde. Das Kultusministerium entschied vor allem aufgrund der von ihm bewerteten pädagogischen Konzepte der Schulen, die sich um eine Förderung bewarben. Das Osterburger Konzept wurde als nicht ausreichend eingestuft.

Aktuell jedoch stehen die Chancen für die Osterburger Sekundarschule und die Stendaler Grundschule Nord gut, doch noch in den Genuss von Fördermitteln zu kommen. Die EU-Schulbauförderung geht jetzt in die zweite Antragsrunde. Wieder war dafür vom Landkreis eine Prioritätenliste zu erstellen Dieses Mal stehen die Osterburger samt runderneuertem pädagogischen Konzept auf Platz eins, die Stendaler Grundschule Nord auf Platz zwei.

Bestätigt wurde die Prioritätenliste vergangene Woche vom Schul- und vom Kreisausschuss in Stendal. Am morgigen Donnerstag wird sie den Mitgliedern des Kreistags vorgelegt und soll auf deren Sitzung beschlossen werden.

Auf den weiteren Plätzen dieser Liste stehen die Grundschulen Flessau, Osterburg, Tangermünde, Goldbeck, Lüderitz, Schinne Schönhausen, Sandau, Klietz, Wust und Schollene.

Allerdings rechnet die Kreisverwaltung damit, dass nur zwei Schulen aus der östlichen Altmark reale Chancen auf Mittel aus dem europäischen Schulbau-F örderpaket haben.