Dank Konjunkturpaket wird der Campus der Fachhochschule an der Osterburger Straße an vier Seiten geschlossen und damit vollendet. Im Oktober startet die Sanierung des dritten ehemaligen Kasernengebäudes an der Südseite, ab Dezember wird an der Nordseite eine neue Mensa gebaut.

Stendal. Der Hochschulstandort Stendal wird spätestens 2011 in bester Verfassung sein – jedenfalls baulich. Noch im Oktober beginne die Sanierung des sogenannten Hauses 1, des dritten der noch verbliebenen Gebäude der ehemaligen Tauentzien-Kaserne, sagte Prorektor Professor Wolfgang Patzig gestern bei einem Besuch von Politikern der Linken in der Hochschule. Bis Ende 2010 sollen dort rund drei Millionen Euro verbaut werden. Dank eines vom Hochschulförderverein gesponserten Baugutachtens konnten laut Patzig drei bis vier Monate Zeit gespart werden. Der markante Bau mit dem Türmchen, der unter anderem die Hochschulbibliothek aufnehmen wird, schließt die Südseite des Campus an der Osterburger Straße ab.

Gegenüber an der Nordseite der großen Wiese soll ebenfalls noch in diesem Jahr gebaut werden. Hier entsteht ein Neubau für die bisher fehlende Mensa, der das Hochschulgelände baulich vollenden wird. Der Entwurf des Büros Planungsring aus Wernigerode spricht eine konsequent moderne Architektursprache und korrespondiert mit dem benachbarten Hörsaalanbau am Seminargebäude.

Der erste Spatenstich, den Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz ( parteilos ) vornehmen wird, ist für den 3. Dezember geplant. Das sagte gestern die Geschäftsführerin des Studentenwerks Magdeburg, Heike Brehmer, der Volksstimme. Das Studentenwerk ist Bauherr der 2, 35-Millionen-Investition, die ebenfalls aus Konjunkturmitteln bezahlt wird.

Mit den beiden Bauvorhaben werden sich die Bedingungen für die derzeit 1800 Studierenden in Stendal spürbar verbessern. Die finanziellen Probleme, die die FH wie andere Hochschulen im Land auch hat, lösen sich damit jedoch nicht. Darin stimmten Prorektor Wolfgang Patzig und seine gestrigen Besucher um den Fraktionsvorsitzenden der Linken im Landtag, Wulf Gallert, überein. Gallert sprach sich dafür aus, den Hochschulen zumindest die Personalkostensteigerung vollständig auszugleichen.