Jarchau ( ro ). Die Trasse des künftigen Radweges nach Jarchau schneidet offenbar keine historischen Siedlungsgebiete. Bisher jedenfalls hat das Grabungsteam vom Landesamt für Archäologie in Halle noch keine nennenswerten Funde zu Tage fördern können. Doch die Suche, die dem eigentlichen Radwegbau vorgeschaltet ist, geht weiter.

Mitte August war Baustart für den Lückenschluss der langersehnten Radlerverbindung zwischen Stendal und dem Ortsteil Jarchau. Das 1, 6 Kilometer lange Asphaltband von Chausseehaus Hassel bis nach Jarchau hinein soll bis November fertig sein.

Nach langwierigen Verhandlungen mit 29 Grundstückseigentümern, denen Flächen abgekauft werden mussten, und vor allem mit dem Eisenbahnbundesamt über die Querung der Zellstoffwerk-Bahnlinie, konnte im vergangenen Monat endlich mit dem Bau begonnen werden. Das Land Sachsen-Anhalt hatte 370 000 Euro bewilligt. Der Radweg, der auf Teilstücken auch als Wirtschaftsweg benutzt werden kann, wird zwei beziehungsweise drei Meter breit und kreuzt das Bahngleis mit einem unbeschrankten Bahnübergang.