Stendal. Zufrieden mit der Entwicklung des Arbeitsmarkts hat sich gestern Dr. MarionEmmer, Geschäftsführerin operativer Bereich der Stendaler Arbeitsagentur, bei der Präsentation der Daten aus der Altmark gezeigt. Der Grund für die gute Stimmung : Erneut sind die Arbeitslosenzahlen in der Region gesunken – und das, obwohl die Wirtschaftskrise auch am Landkreis Stendal und am Altmarkkreis Salzwedel nicht spurlos vorübergegangen ist. 1021 freie Stellen waren den Arbeitsvermittlern gemeldet worden, 1, 7 Prozent weniger als im Juli – aber 6, 6 Prozent mehr als im August 2008.

Insgesamt waren in allen sechs Geschäftsstellen weniger Menschen als arbeitslos gemeldet als noch im Juli, so dass die Quote in der gesamten Altmark von 14, 7 auf 13, 8 Prozent gesunken ist. In der gesamten Altmark gab es im vergangenen Monat 15 934 Arbeitslose, nahezu 1000 weniger als im Vormonat und auch im August 2008. 10 054 Arbeitslose gab es im Landkreis Stendal, 5880 im Altmarkkreis Salzwedel.

Dieses Ergebnis sei keineswegs ein Selbstläufer, so Emmer. Denn zwar ist nach ihrer Einschätzung die Region angesichts ihrer kleinteiligen Wirtschaft mit einer Vielzahl an verschiendenen Branchen ohnehin nicht so stark von den Nöten einzelner Industriezweige betroffen wie jene Regionen, in denen einzelne Industriezweige dominieren. " Dennoch brauchen wir uns da nichts vormachen : Ohne eine offensive Nutzung der Instrumente des Arbeitsmarkts wie Kurzarbeitergeld sähe die Situation kaum so gut aus ", erklärt die Geschäftsführerin. Zwar rechnet die Expertin damit, dass die übliche Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt auch in den beiden Landkreisen zu einer weiteren positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt führen werde, dennoch gebe es aus einzelnen Bereichen inzwischen Signale, dass Arbeitsplätze abgebaut würden. Explizit benannte Marion Emmer in diesem Zusammenhang den Bereich des Kraftfahrzeughandwerks.

Allerdings seien auch gegenteilige Signale zu verzeichnen. Denn gerade über Zeitarbeitsfirmen würden jetzt wieder verstärkt Stellen besetzt. Und auch das große Interesse der Arbeitgeber in der Dienstleistungsbranche mit medizinischen und pflegerischen Angeboten nutzen laut Emmer verstärkt Weiterbildungsangebote. Das sei ein Signal dafür, dass die Arbeitgeber mit einer Belebung des Geschäfts rechnen.

In einer einzigen Personengruppe ist die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich gestiegen : In der zwischen 50 und 65 Jahren. Marion Emmer sieht das jedoch auch als eine Folge der demographischen Entwicklung.