Borstel ( ro ). Die Bäume, die Borstels zentralem Lindenplatz seinen Namen gegeben haben, kränkeln. Nach Meinung von Ortsbürgermeister Norbert Lindstedt leiden einige der zehn alten Linden, die den Platz umkränzen, unter Altersschwäche. Nicht zu übersehen sind trockene Äste und teilweise verkümmerte Kronen.

Vor wenigen Tagen hatte er Mitarbeiter des Tiefbauamts nach Borstel eingeladen, um sich mit ihnen gemeinsam den Lindenplatz und andere Ecken und Kanten im Dorf anzuschauen. " Das Tiefbauamt will jetzt einen Gutachter schicken, der die Bäume untersucht. Danach wird entschieden, was mit ihnen passiert ", berichtet Norbert Lindstedt über das Resultat der Ortsteilbegehung.

Vom Lindenplatz ging es weiter zur Festwiese, die von einer etwa 100 Meter langen und drei bis vier Meter breiten Hecke gesäumt wird. " Sie muss dringend beschnitten werden ", ließ der Ortsbürgermeister die Amtsmitarbeiter wissen. Diese sagten eine Prüfung zu – Prüfung deshalb, weil die Untere Naturschutzbehörde wegen der Größe der Hecke und ihrer möglichen tierischen Bewohner ihre Zustimmung geben muss, bevor die Heckenschere angesetzt wird.

Auch zum Weg am Borsteler Bahnhof und zum Schwarzen Weg führte Lindstedt seine Besucher. Von der Stadt hergerichtet und für Kraftfahrer auf 30 Stundenkilometer begrenzt, klagen Anwohner immer wieder, dass hier zu schnell gefahren wird. Am liebsten wäre ihnen eine weitere Verkehrsberuhigung durch Schilder wie " Spielstraße " oder " Nur für Anlieger ". Dazu äußerten sich die Tiefbauamtsmitarbeiter eher skeptisch : Erfahrungsgemäß hätte eine weitere Beschilderung wenig Einfluss auf das Verhalten bestimmter Kraftfahrer. " Sie haben mir aber zugesichert, die beschädigte Oberfläche des Weges im Bereich des Abzweigs mit einer bitumenähnlichen Masse auszuspritzen und damit zu verfestigen ", sagt der Ortsbürgermeister. Mögliche Maßnahmen der Verkehrsberuhigung sollen geprüft werden. Einer ähnlichen Behandlung mit Bitumen sollen zwei vom Eichstedter Weg abzweigende Wege – der eine führt zur Festwiese – unterzogen werden. Auch einen Wunsch der Borsteler Feuerwehrleute übermittelte der Bürgermeister dem Tiefbauamt : Könnte nicht die unansehnliche Fläche an der neuen Feuerwache über den Winter in einen ansprechenden Zustand versetzt werden ? Eine Zusage gab es noch nicht.

Für die Ortsbegehung hatte Norbert Lindstedt, der erst seit der diesjährigen Kommunalwahl den " Bürgermeisterhut " auf dem Kopf hat, einen handfesten Hintergedanken : Die Borsteler wollen im nächsten Jahr das 870-jährige Bestehen ihres Dorfes feiern. Und bis dahin soll sich der Ortsteil von seiner besten Seite zeigen. Lindstedt an die Borsteler : " Vorschläge für die Jubiläumsfeier sind von jedem herzlich willkommen. "