Stendal ( uha ). Das Stendaler Ehrenbürgerpaar Eugenia und Hans Jütting hätte sich die Gratulation zum 100. Geburtstag von Hans Jütting nicht festlicher wünschen können.

Es musizierten Preisträger aus dem Musikschulwettbewerb des Landes Sachsen-Anhalt, den Hans Jütting zu seinen Lebzeiten initiierte und seither mit seiner Stiftung nach Kräften förderte.

Die Festveranstaltung zu Ehren des 100. Geburtstags des Jubilars am Sonntag in der Katharinenkirche eröffnete die Gitarristin Thea Baumbach, 1. Preisträgerin des 13. Musikschulpreises der Stiftung, mit drei virtuosen kleinen Kompositionen. Mit frischer Leichtigkeit entlockte die junge Künstlerin ihrer Gitarre die Läufe und Akkordgriffe der Komposition. Eine gelungene Ouvertüre zur Geburtstagsfestmusik.

Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz und Staatssekretär Dr. Valentin Gramlich begrüßten die Konzertgäste, auf die Verdienste des 1999 verstorbenen zu ehrenden Stifters und seiner Gattin hinweisend.

Der Leipziger Bariton Tobias Berndt, begleitet von Thomas Schreiber am Flügel, trug zunächst eine Arie von Johann Sebastian Bach vor : " Ich kann die Feinde schlagen !". Er wandte sich danach dem Liedgesang von Franz Schubert und Robert Schumann zu und zeigte sich hier der Ehrung mit dem Jütting-Stipendium 2005 würdig. Die Arie " Rivolgete " aus " Cosi van Tutte " von Wolfgang Amadeus Mozart vervollständigte seinen Beitrag. Mit herzlichen und sehr persönlichen Erinnerungen würdigte Dr. Herbert Wollmann Hans Jütting.

Das festliche Konzert beendete schließlich der Rostocker Jütting-Stipendiat von 2008, Clemens Berg, mit virtuosem Vortrag von zwei Nocturnes Frederic Chopins und seiner Polonaise-Fantasie As-Dur, op. 61, damit den Jubilar und seine Gattin ehrend, die aus der polnischen Pianistenfamilie Czerny stammte.