Stendal. Nanu, da eröffnen die die Spielzeit mit viel Getöse und locken gleich zu drei Premieren und dann das : Bauschutt im Foyer. Stutzen, wundern, stehenbleiben – genau das ist gewollt zum Saisonstart im Theater der Altmark. Und um das Publikum dazu zu bewegen, bedarf es manchmal eigenwilliger Aktionen. Die " Baustellen " im Eingangsbereich und im Kleinen Haus sollen zeigen : Hier sind Tatmenschen gefragt. So wie es das Spielzeitmotto verlangt.

Wer sich ein bisschen Zeit nimmt und genauer hinschaut, erfährt beim Baustellen-Rundgang ganz kuriose Vorhaben : Geplant ist zum Beispiel ein Elbe-Theater-Kanal, für den " die Stadt etwas umgestaltet " werden muss, erläutert Ausstattungsleiter Christopher Melching mit einem Augenzwinkern. Der Kanal verzweigt sich am Theater der Altmark in ein Tunnelsystem, das durch ganz Deutschland führt : " Die Schauspieler und die Bühnenausstattung werden dann in Kapseln in Sekundenschnelle über diese Kanäle zu den Menschen transportiert. So gibt es statt Fernsehprogramm über die Fernbedienung auf Knopfdruck Theater. "