Die fünfte Ausbildungsmesse der Agentur für Arbeit lockte gestern 1000 Besucher in die Bürgerparkhalle in Stendal. 67 Unternehmen aus der gesamten Altmark präsentierten sich dort und knüpften erste Kontakte zu potenziellen Nachwuchskräften.

Stendal. Wie geht es nach der Schule weiter ? Für welchen Ausbildungsberuf entscheide ich mich ? Welche Noten brauche ich, um eine Chance auf meinen Wunsch-Ausbildungsplatz zu haben ? Mit diesen und vielen anderen Fragen im Hinterkopf, besuchten gestern rund 1000 Schüler die fünfte Ausbildungsmesse in der Bürgerparkhalle. 67 Unternehmen aus der gesamten Altmark sowie Berufsfachschulen, öffentliche Institutionen und Verwaltungen stellten sich den zukünftigen Azubis vor.

" Unser Ziel ist es, den Schülern eine möglichst breite Auswahl an Berufsfeldern zu bieten ", sagte Anja Heinze, Pressesprecherin der Stendaler Agentur für Arbeit. Von der Altenpflege bis zum Forstwirt konnten sich die Haupt- und Realschüler der Klassenstufen 5 bis 10 informieren und schon erste Kontakte knüpfen.

Um den Jugendlichen die Orientierung zu erleichtern und manchem einen kleinen Motivationsschub mit auf den Weg durch die Messe zu geben, machten sich drei Azubis der Arbeitsagentur als Messe-Lotsen nützlich.

Messe-Lotsen

sorgen für Motivation

" Vor drei Jahren bin ich selbst noch auf solcher Messe gewesen ", erzählt Steffen Baetke. Der 19-J ährige kann sich daher gut in die Schüler hineinversetzen und kommt aufgrund des geringen Altersunterschieds auch einfacher an sie heran als seine erwachsenen Kollegen. " Hätte ich heute als Schüler die Möglichkeit, so eine Messe zu besuchen, ich würde mich drum reißen. " Desinteressierte Schüler hatten bei dem Lehrling keine Chance. " Ich versuche sie zu motivieren, sich umzusehen, damit erst gar kein Desinteresse aufkommt. "

Beide Seiten einer Ausbildungsbörse kennt nun auch Luisa Jacob, die an einem Stand über die Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten an den Berufsbildenden Schulen informierte. Die 21-J ährige ist selbst im zweiten und damit letzten Lehrjahr. " Die Resonanz ist wirklich gut heute. Viele nehmen unsere Angebote an, sich einmal hier zu informieren. " Neben Infos zur Ausbildung konnten Schüler an diesem Stand Aufdrucke für T-Shirts am Computer entwerfen und später drucken. " Ich versuche den Schülern zu vermitteln, dass der Beruf Spaß macht und gar nicht so schwer ist, wie er sich vielleicht anhört. " Zugangsbeschränkungen gebe es keine. " Aber wer das machen will, sollte schon kreativ und künstlerisch interessiert sein ", riet die Auszubildende.

Am Nachmittag feierte dann das sogenannte Elterncafé Premiere. Müttern und Vätern bot sich dort die Möglichkeit, sich selbst über die Berufswahl ihrer Kinder zu informieren, Sorgen diesbezüglich mit Berufsberatern zu besprechen oder sich mit anderen Eltern auszutauschen. " Wenn es gut läuft, wollen wir dem Elterncafé einen festen Rahmen geben und es als eigenständige Veranstaltung fortführen ", erklärte Marina Kremer, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Stendal.

Nanotechnologie

zum Anfassen

Der absolute Höhepunkt aus Sicht der Schüler war der " nano " -Truck des Bundesministeriums für Forschung und Entwicklung.

Zwei Wissenschaftler stellten die Möglichkeiten der Nanotechnologie vor, die sich mit den kleinsten Teilchen in Werkstoffen und Organismen beschäftigt. Diese Wissenschaft bietet Realschülern zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten – vom Mechatroniker bis zum Biologielaboranten. Übrigens : Ein Nanometer, die Einheit dieser Wissenschaft, passt in den Punkt am Ende dieses Satzes mindestens 100 000-mal hinein.