Stendal. Mit dem Titel " Figur und Götterwelt " eröffnete das Winckelmann-Museum am Wochenende in den Räumen für Sonderausstellungen die neue Schau mit Werken des Berliner Bildhauers und Grafi - kers Joachim Dunkel.

Der Schüler Bernhard Heiligers, Hochschule für Bildende Künste Berlin-Weißensee, setzt sich in seinen Plastiken und dazu hinführenden Zeichnungen besonders mit dem menschlichen Körper auseinander.

Dabei bezieht er seine eigene interessante Göttersicht zu den Figuren und Mythen der Antike mit ein, die ihn immer wieder in seinem Schaffen besonders interessieren.

Das wird schon im Hof des Museums deutlich, wo während der Ausstellung zum sitzenden Hermes von Herkulaneum eine ebenso sitzende Frauengestalt ( Bronze ) in Dialogbeziehung rückt.

Werke aus vier Jahrzehnten des Schaffens von Joachim Dunkel fasst die Ausstellung in drei Räumen zusammen, die aus dem Fundus des Künstlers zusammengestellt ist. Dunkels Frau überlässt sie dem Museum für diese Ausstellung.

In den Räumen präsentiert sich " Minothaurus ", die Gestalt zwischen Mensch und mythischem Fabelwesen. Der relativ freie Umgang mit dem antiken Wesen wird dem Betrachter besonders durch die korrespondierenden Zeichnungen dazu verdeutlicht.

Zu sehen ist auch " Das weibliche Wesen ", ausgedeutet an der Daphnefigur und ihrer Verwandlung.

Mit " Der trojanische Krieg " gestaltet Joachim Dunkel eine collagenartige Ansammlung von Kleinplastiken, in denen er die Schrecken des Krieges verdeutlicht, sie in Einzeldarstellungen wiederholt und wiederum in korrespondierenden Zeichnungen kommentiert.

Die Ausstellung " Figur und Götterwelt " ist bis zum 22. November im Winckelmann-Museum zu sehen. Ein Besuch in dieser Schau ist ebenso empfehlens- wie lohnenswert.