Ein Familienfest feierten am Sonnabendnachmittag Kinder, Eltern und Erzieherinnen der Johanniter-Kindertagesstätte Luisenstraße. Mit einem Schauspiel begann es, wurde mit Spielen fortgesetzt und endete mit einem gemütlichen Beisammensein.

Tangermünde. " Ihren Beifall heben Sie sich bitte für den Schluss auf ", sagt Kita-Leiterin Karin Siefert. Das Schauspiel beginnt. Eltern und Geschwister sitzen im Keller im Turnraum der Kindertagesstätte Luisenstraße auf Bänken. In der hinteren Ecke steht Elisabeth Weinert am Keyboard. Viele Wochen hat sie mit der größten Gruppe der Kita geübt. Jetzt erzählen die Mädchen und Jungen ihren Gästen die Geschichte vom " Regenbogenfi sch ".

Mit ihren Erzieherinnen Gudrun Krehl und Karin Bergande singen, tanzen und berichten sie vom schillernden Fisch. Den Turnraum haben sie dafür in ein Meer verwandelt, blaue Betttücher mit Fischen, Muscheln und Wasserblasen bemalt und beklebt. Von der Decke hängen " Wasserpfl anzen " ( grüne Kreppstreifen ) herab.

Kinder selbst haben Schuppenkleider aus Pappe an, beklebt mit kunterbunten Papierschuppen.

Dass zwischendurch nicht geklatscht werden soll, hätte eine Mutti fast vergessen, so fasziniert ist sie von dem Stück. Eine andere ist voll bei der Sache. Ihre Lippen singen jede Zeile mit. Wahrscheinlich hat sie zusammen mit ihrem Kind zu Hause immer wieder die Lieder gesungen.

Zum Schluss der Aufführung wird der Einsatz aller verlangt. Die kleinen Schauspieler führen ihren Eltern und Geschwistern ein Lied samt Tanz vor. Alle müssen mitmachen. Danach gibt es tosenden Beifall für die grandiose Leistung der kleinen Luisenstraßen-Bewohner.

Weiter geht das Fest, das unter dem Motto " Der Ozean lebt " steht, auf dem Außengelände der Kita. Wer Lust hat, nimmt sich Kuchen, den die Erzieherinnen gebacken haben, mit nach draußen. Hier werden Wettspiele angeboten. Enten dürfen aus kleinen Planschbecken geangelt werden. Mit Schubkarren voll Wasser und Enten wird um die Wette gelaufen. Wer möchte, darf sich ein Boot basteln.

Die Mädchen und Jungen hoffen außerdem, mit dem Verkauf von Tombola-Losen ausreichend Geld zusammenzubekommen, um noch in diesem Jahr ein Spielgerät für die Außenanlage zu erhalten. " Hier können wir noch jede Menge gebrauchen ", berichtet Karin Siefert.

In der Kita Luisenstraße werden derzeit 90 Kinder betreut. Damit ist die Einrichtung nach der städtischen in der Friedrich-Ebert-Straße die zweitgrößte. Bis auf zwei Kinder kommen sie alle ausschließlich aus Tangermünde.