Mit einem Rockkonzert der Gruppe " Die Kreuzer " wurde am Freitag Geld für die Restaurierung der Kirchenorgel in Eichstedt gesammelt. Rund 50 Leute sahen das Konzert der Band – weniger als erhofft.

Eichstedt. " Am Wetter hat es nicht gelegen ", fasst Adelheid Schmersau am Ende des Spendenkonzertes am Freitagabend zusammen. Rund 50 Leute waren gekommen, um die Band " Die Kreuzer " am Sportplatz in Eichstedt unter freiem Himmel spielen zu hören. " Leider etwas wenig ", kommentiert Schmersau. Als Vereinsvorsitzende des Förderkreises St .-Katharinen-Kirche Eichstedt-Altmark hat sie sich auf die Fahnen geschrieben, möglichst rasch die nötige Summe für die Restaurierung der Kirchenorgel in Eichstedt zusammenzubekommen. Dafür hatte sie die Band engagiert, die sonst zahlreiche Besucher lockt.

Die Einnahmen aus dem Eintritt und dem Verkauf sollten die Förderung der Orgel unterstützen. " Rund 150 Leute wären ideal, 200 Besucher traumhaft gewesen ", erzählt sie von der Kalkulation des Konzertes.

Leider waren etliche Parallelversanstaltungen, unter anderem der " Local Heroes " - Bandwettbewerb in Stendal ( siehe Bericht links ), die mehr Zugkraft hatten. " Schade, beim nächsten Mal wissen wir darüber aber Bescheid und kalkulieren das ein ", so die Vorsitzende.

Dennoch bewertet sie die Veranstaltung als erfolgreich. " Immerhin sind 50 Menschen gekommen, trotz starker Konkurrenz ", sagt die Organisatorin. So könne das schließlich auch gesehen werden. Zudem sei mit den zahlreichen Aktionen des Förderkreises in diesem Jahr schon Einiges gesammelt worden.

Jedoch sei es ein weiter Weg, bis die benötigten 155 000 Euro für die Sanierung der Orgel erbracht werden können. Die Orgel sei eine Seltenheit, es gebe wohl kaum ein ähnliches Instrument in der Altmark. Das Besondere daran sei, dass die Orgel eine Helbig-Orgel ist und zudem noch sehr viele Originalteile vorhanden seien, erzählt die engagierte Eichstedterin. " So sind zum Beispiel alle Pfeifen noch die originalen, keine scheint jemals gewechselt worden zu sein. " Zurzeit sei das seltene Exemplar jedoch unbespielbar. Um das zu ändern, gründete Schmersau zusammen mit anderen musikhistorisch Interessierten, Geschichtsfreunden und Kirchgängern den Förderkreis.

Auf die Idee, ein Rockkonzert zu veranstalten, sei die Spendensammlerin durch ihren Sohn gekommen. Dieser habe " Die Kreuzer " kürzlich auf einem Konzert gesehen und sei sehr begeistert gewesen. " Er meinte, das wäre eine gute Idee, da die Band schon seit einigen Jahren Konzerte in der Region spielt und eine kleine Fangemeinde besitze ", sagt Schmersau. Darauf habe sie natürlich gehofft. Zufrieden sei sie jedoch mit der Musik und der sehr angenehme Atmospäre des Abends gewesen. Ihr Sohn habe recht gehabt, es sei wirklich eine hörenswerte Band. Im nächsten Jahr würde sie sicherlich wieder mit der Gruppe etwas organisieren wollen, jedoch würde sie vorher den Zeitpunkt besser planen.

In den kommenden Wochen will Schmersau den Aktionsplan für 2010 aufstellen.